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| 20:48 Uhr

Eine Stadt steigt auf, Teil 1: Blau-Weiß II im Rausch

Die Volleyballfreunde Blau-Weiß II feierten den Aufstieg in der Foucaulthalle ausgiebig.
Die Volleyballfreunde Blau-Weiß II feierten den Aufstieg in der Foucaulthalle ausgiebig. FOTO: wml1
Was den Fußballern des LSV Neustadt in der vergangenen Saison gelungen ist, konnten die Volleyballer aus Hoyerswerda noch überbieten. In drei Ligen wird der aktuelle Meister aus der Zusestadt gestellt. Als Maik Huth am Samstag mit einem Block den letzten Punkt des Tages für die Reserve der Volleyballfreunde sicherte, brachen die Dämme in der Sporthalle des Foucault-Gymnasiums. rnl1

Ostsachsenklasse, Männer. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Team von Spielertrainer Torsten Schulz als zweite von drei Hoyerswerdaer Männermannschaften (siehe Text rechts) den sportlichen Aufstieg in die Ostsachsenliga geschafft. Knapp dreieinhalb Stunden zuvor startete das vorentscheidende Spiel zwischen den tabellenführenden Volleyballfreunden Blau-Weiß und den Gästen der JTVG Fitness-Coblenz, dem Tabellenzweiten. Beide Mannschaften trennte vor diesem Spieltag nur ein Punkt. Und die Elsterstädter legten sprichwörtlich los wie die Feuerwehr und führten zwischenzeitlich mit acht Punkten (13:5). Gästetrainer Torsten Krause hatte da bereits seine beiden Satzauszeiten aufgebraucht. Der Durchgang ging nach 20 Minuten klar mit 25:18 an Hoyerswerda.

Der zweite Abschnitt begann sehr ausgeglichen, aber schon hier konnten die zahlreich erschienenen Zuschauer die Nervosität eher auf Gästeseite beobachten. Zur Mitte des Satzes zogen die Zusestädter das Tempo erneut an und konnten sich einen kleinen Vorsprung erspielen. Es folgte der Auftritt des Hoyerswerdaer Zuspielers Gregor Schillmann. Fünf Aufgaben in Folge und fünfmal konnten die Coblenzer den Ball nicht zurückbringen. Somit ging auch Satz zwei mit 25:18 an die Gastgeber.

Nun wurden den Volleyballfreunden die Knie weich. Anders waren die fünf Punkte Rückstand zu Beginn von Durchgang drei nicht zu erklären. Nur einem war es egal - Christoph Kölling nahm sich ein Herz und brachte neun Aufgaben ins Ziel und die Blau-Weißen wieder zurück. Da die Gäste sich natürlich auch nicht kampflos geschlagen geben wollten, entwickelte sich ein Klassespiel. Nach sage und schreibe 33 Minuten ging der letzte Punkt und das Spiel an die Hausherren.

Somit stand fest, dass die Männer um Kapitän Peter Hoffmann aus den letzten beiden Saisonspielen noch einen Sieg für die Meisterschaft und den Aufstieg benötigten, am besten gleich aus dem zweiten Spiel an diesem Tag. Die Partie gegen den SV Gnaschwitz-Doberschau wurde aber nicht zum Selbstläufer. Trotz der Rumpfformation, mit der der Gast nach Hoyerswerda angereist war, setzten sich zum einen die Spieler von Kapitän Torsten Ganßauge zur Wehr, zum anderen hatten die Hausherren bereits viel Kraft gelassen.

Dennoch ging der erste Durchgang sehr schnell nach 18 Minuten mit 25:17 an die Volleyballfreunde. Doch dann kam es zu einem Bruch im Spiel der Gastgeber. Die Aktionen wurden zu selten konsequent zu Ende gespielt. Anders die Gnaschwitzer, die sich mit acht Punkten in Front setzten. Jetzt appellierte Torsten Schulz an die Ehre seiner Spieler und das half. Drei erneute Aufgabenserien, diesmal von Steffen Dutschmann, noch mal Kölling und abschließend Tommy Hilse brachten die Gastgeber erst zurück und schließlich zum Satzgewinn (25:20).

Nach dem bereits erwähnten Huth-Block hieß es schließlich im 3. Durchgang: 25:19, 3:0 und die Meisterschaft in der Ostsachsenklasse war gewonnen.

Blau-Weiß II spielte mit: Torsten Schulz, Peter Hoffmann, Tommy Hilse, Maik Huth, Christoph Kölling, Jens Paulick, Gregor Schillmann, Christian Wussow und Steffen Dutschmann.