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| 17:57 Uhr

Hoyerswerda
Eine Stadt im kollektiven Feierrausch

Stadtkindertag im Hoyerswerdaer Zoo: Clown Mario Gnüchtel mit den Kindern Benjamin und Maximillian.
Stadtkindertag im Hoyerswerdaer Zoo: Clown Mario Gnüchtel mit den Kindern Benjamin und Maximillian. FOTO: Rainer Könen
Hoyerswerda. Am ersten Festwochenende des 750-jährigen Stadtbestehens wurde in Hoyerswerdas Zentrum zünftig gefeiert. Von Rainer Könen

Wo anfangen, wo aufhören? Fragen, die sich am Wochenende so mancher Besucher des ersten offiziellen Festwochenendes zum Stadtjubiläum in Hoyerswerda gestellt hat.
So war das Programm am dritten Festtag, am Sonntag auch dicht gefüllt: Der Stadtkindertag im Zoo, der Tag des offenen Hofes auf der Kinder- und Jugendfarm, und dann ging es in der Hoyerswerdaer City mit der Altstadtzauberei weiter. Obendrein hatten dort die Händler zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen. Wer wollte, konnte sich fast in einem kollektiven Feierrausch verlieren. Oder?
Angela Schob ließ sich nicht beirren, sie setzte am Sonntag Prioritäten. Nach einer privaten Geburtstagsfeier ging es mit den Enkelkindern zum Stadtkindertag in den Zoo und danach „werden wir mal schauen, was so auf dem Altstadtmarkt los ist“, sagte die Hoyerswerdaerin.

Der Auftakt des großen Altstadtfestes am Freitag habe ein wenig unter den schlechten Wetterverhältnissen gelitten, sagte Michael Götz vom mit ausrichtenden Gewerbering „Stadtzukunft“. Aber am zweiten Tag habe dann, so Götz weiter, wieder alles gepasst: „Wetter, Feierlaune, viele Besucher.“ Vor allem das Candle-Light-Bürgerdinner am Samstagabend in der nun für einen Monat zum Boulevard umgewandelten Kirchstraße, sei „ganz hervorragend angekommen“ worden, so Götz; das Bürgerfrühstück am folgenden Tag jedoch eher weniger. Die auf einer Länge von 75 Metern aufgestellten Biertischgarnituren waren am Vormittag äußerst dünn besetzt. „Es braucht halt seine Zeit, so etwas hier zu etablieren“, so Götz. Dabei sei das doch eine feine Sache, so ein öffentliches Bürgerfrühstück, für das der Oberbürgermeister sogar 750 Brötchen gesponsert hatte, um den verbindenden Charakter unter den Bewohnern zu dokumentieren.Aber weil gut Ding nun mal Weile braucht, wollen die Organisatoren dieses sonntägliche Frühstücks-Event im kommenden Jahr erneut anbieten.

Auf dem Weg zum Zoo, wo die ersten 750 Kinder freien Eintritt hatten, liefen derweil auf der Marktbühne die Vorbereitungen für die Präsentation der Vereine, brachte ein Shuttle-Service die ersten Besucher aus der Neustadt in die City.
Im Zoo ging es bereits kurz nach Eröffnung um zehn Uhr turbulent zu. Wenn es trocken bleibe, werde mit mehr als 1500 Besuchern gerechnet, sagte Stefanie Jürß, die im Zoo für Öffentlichkeitsarbeit und Eventmanagement verantwortlich ist. Natürlich waren neben vielen Attraktionen, wo zum Beispiel mächtig herumgehüpft werden konnte, auch die dort bekannten Dauerbespaßer im Dauereinsatz.

So unterhielt am Bastel- und Kreativstand Mario Gnüchtel mit seiner Frau Dagmar die kleinen und auch die großen Besucher mit Clownerien und Schminkutensilien. Gnüchtel: „Die Jungs wollen meist ein Batman Make up bekommen, viele Mädchen ein Schmetterlingsgesicht.“
Der Spaßfaktor war im Zoo also erheblich. Während auf der Zoowiese kichernde und kreischende Kinder mit ihren Eltern zwischen den aufblasbaren Drachen und Schiffen zu beobachten waren, füllten sich in den Mittagsstunden die umliegenden Parkplätze. Die Hoyerswerdaer und viele auswärtige Besucher setzten zum sonntäglichen Feier-Endspurt an.
Aber ein solches Stadtjubiläum gilt es ja auch entsprechend zu würdigen. Das taten die Hoyerswerdaer an diesem Wochenende und etliche dürften sich sicher auch schon auf die nächsten Jubiläumsfeten freuen, die da in den nächsten Wochen und Monaten auf die Bewohner der 750 Jahre alten Stadt zukommen werden.

Viele Plätze blieben am Sonntagvormittag beim erstmalig durchgeführten Bürgerfrühstück leer. Dabei hatte der Hoyerswerdaer Oberbügermeister Stefan Skora 750 Brötchen für dieses gemeinschaftliche Frühstück gesponsert. Wer wollte, konnte Frühstücksutensilien von daheim mitbringen oder sich Wurst, Kaffee und Brötchen an Imbissständen kaufen.
Viele Plätze blieben am Sonntagvormittag beim erstmalig durchgeführten Bürgerfrühstück leer. Dabei hatte der Hoyerswerdaer Oberbügermeister Stefan Skora 750 Brötchen für dieses gemeinschaftliche Frühstück gesponsert. Wer wollte, konnte Frühstücksutensilien von daheim mitbringen oder sich Wurst, Kaffee und Brötchen an Imbissständen kaufen. FOTO: Rainer Könen