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| 13:37 Uhr

Seidewinkel
Schöne Tradition: Singen unter der Friedenseiche

Viele Gäste schauen sich Jahr für Jahr das Singen unter der Friedenseiche in Seidewinkel an. Die Veranstaltung lebt von ihrem familiären Flair, der guten Musik und dem schönen Ambiente in der Mitte des Dorfes.
Viele Gäste schauen sich Jahr für Jahr das Singen unter der Friedenseiche in Seidewinkel an. Die Veranstaltung lebt von ihrem familiären Flair, der guten Musik und dem schönen Ambiente in der Mitte des Dorfes. FOTO: Herzger Ulrike
Seidewinkel. Der Chor Seidewinkel hat bei der 32. Auflage den Männerchor Lohsa zu Gast und singt gegen das Aus der DFB-Elf an. Von Herzger Ulrike

Zum 32. Mal ist am Mittwochabend unter der 1871 in Seidewinkel gepflanzten Eiche Treffpunkt für alle Sangesfreudigen gewesen. Eingeladen hatte der Chor Seidewinkel unter der Leitung von Kerstin Lieder den Lohsaer Männerchor unter der Leitung von ­Yvette­ Michael. Die Lohsaer waren zum ersten Mal dabei.

Am meisten freuten sich die Aktiven über die mehr als 200 Personen im Publikum „…obwohl wir heute ja eigentlich starke Konkurrenz haben!“, resümierte Moderatorin Veronika Boswang augenzwinkernd und dankte sogleich den zahlreichen Sponsoren, die dieses traditionell gemeinsame Singen unterstützten. Wie stets stand das deutsch-sorbische Liedgut im Mittelpunkt der Aufführungen. Der Männerchor Lohsa überraschte mit dem Liebeslied von Jan-Paul Nagel „Padnjo na crjej jom rožyca“ und bekam männliche Verstärkung aus Seidewinkel.

Selbstverständlich hielt die kecke Moderatorin, wie immer, einiges Wissenswerte sowie zum Schmunzeln bereit – unter anderem, dass der eine Chor noch nie an einem „Siebenschläfer“ auftrat, um zugleich auch den Ursprung aus dem katholischen Christentum zu erklären. Schließlich schaffte sie das bis dahin schier Unmachbare. Nach dem Seidewinkel-Lied wurde das vorzeitige Aus der deutschen Nationalelf durch den unterhaltsamen „Fußballkanon“ des Seidewinkler Chores auch bildhaft musikalisch besiegelt.