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Eine Schau von selbstgebauten Treckern

Der Hof des DDR-Museums war am Sonntag ein Mekka der Eigenbautrecker.
Der Hof des DDR-Museums war am Sonntag ein Mekka der Eigenbautrecker. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Schwepnitz. Hunderte Besucher haben bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag die Gelegenheit genutzt, das erstmalig rund um das DDR-Museum in der Ortrander Straße 25 stattfindende Traktorentreffen der Marke Eigenbau zu erleben. Sie konnten gleichzeitig zum letzten Mal in diesem Jahr durch die Ausstellungsräume schlendern. Heinz Hirschfeld/hir1

Außerdem wechselte so mancher Gegenstand auf dem Flohmarkt seinen Besitzer.

Vortrefflich versorgt wurden die Besucher an einem "Mitropa"-Imbißstand. Außerdem sorgte die Liveband "Hand made lemonade" für gute Stimmung.

Uwe Jähnig, Organisator des Treffens, und Inhaber des DDR-Museums, erzählte, wie es zu dem Traktorentreffen kam. Uwe Jähnig, der durch eine heimtückische Krankheit kein Auto mehr fahren darf, hatte sich im Frühjahr einen kleinen Eigenbautraktor gekauft, um für sein Museum verschiedene Stücke zu transportieren. Inzwischen "verliebte" er sich in seinen kleinen Traktor, und bis zum ersten Traktorentreffen der Marke Eigenbau war es nur ein kleiner Schritt. "Außerdem will ich damit mein Museum aufwerten", verrät er.

Und weiter sagt er: "Wir haben heute um die 25 Traktoren da. Die weiteste Anreise haben die ‚Treckerfreunde‘ aus Grünewalde bei Lauchhammer. Unser Traktorentreffen soll in erster Linie eine Schau von selbstgebauten Treckern sein. Für die Treckerfans wird noch genug Zeit zum Fachsimpeln bleiben."

Für den 77-jährigen Harry Steinborn aus Großgrabe ist die Ausstellung der unterschiedlichsten Trecker das reinste Mekka. "Ich habe mein ganzes Leben mit solchen Gefährten zu tun gehabt. Und gebaut habe ich natürlich auch welche", sagt er. Andreas Hetmank ist mit seinem "Heti" gekommen, so nennt er seinen Trecker liebevoll. Beruflich hat der Straßgräbchener mit Maschinen zu tun, und da hat es ihn irgendwann gepackt. Sein Gefährt hat sechs PS und ist auf Basis des Cunewalder Motors gebaut. "Wenn ich mich damit in Straßgräbchen blicken lasse, erregt das schon Aufsehen", so Andreas Hetmank. Ein Stück weiter steht Konrad Beyer aus Weißig mit seinem Schätzchen auf vier Rädern. Auch ihm liegt ein Cunewalder Motor mit sechs PS zugrunde. Der Rentner hat mal in Bernsdorf Schlosser gelernt. Sein damaliger Lehrlingsbetreuer lebt nicht mehr. Als Verehrung für den "Konstrukteur" nannte er den Traktor "Kubupo". Mit "Kubupo" hat Konrad Beyer beim Traktorentreffen 2004 in Cunnersdorf den Publikumslieblingspokal gewonnen. Heute ist er nach Schwepnitz gekommen, um zu erfahren, was die anderen Treckerfans haben. Und bei dem Gewusel in Schwepnitz versicherte ein glücklicher Organisator Uwe Jähnig, dass das Traktorentreffen auf jeden Fall im Frühjahr 2017 seine Fortführung findet und zu einer Tradition wird.