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| 20:27 Uhr

Schicksalsgeschichte
Eine Horde Schutzengel im Einsatz

Christina Fritzsche aus Leippe kann nach einem schweren Verkehrsunfall bereits wieder in ihrem Garten sitzen und ist dankbar für ein gut funktionierendes Rettungssystem.
Christina Fritzsche aus Leippe kann nach einem schweren Verkehrsunfall bereits wieder in ihrem Garten sitzen und ist dankbar für ein gut funktionierendes Rettungssystem. FOTO: LR / Catrin Würz
Leippe-Torno/Laußnitz. Eine Frau aus Leippe überstand einen schweren Verkehrsunfall dank vieler Helfer in einem gut funktionierenden System fast unbeschadet. Sie empfindet dafür eine große Dankbarkeit. Von Catrin Würz

Wenn Christina Fritzsche an den Freitag vor genau einer Woche denkt, kann die 62-Jährige auch bis heute noch immer keinen klaren Gedanken fassen. „Ich kann nicht sagen, was da genau passiert ist. Ich weiß nur eines: Ich habe ein ganzes Dutzend Schutzengel gehabt“, so sieht es die Leippe-Tornoerin für sich. „Ich habe ein Riesenglück gehabt.“  

An jenem Freitagnachmittag ist Christina Fritzsche in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt.  Die Pendlerin ist am Nachmittag auf der Heimfahrt von ihrem Arbeitsort und Zweitwohnsitz in Weimar und Jena nach Hause in ihren Heimatort in Leippe bei Lauta. Inmitten der Laußnitzer Heide prallt die Autofahrerin auf der Bundesstraße zwischen Ottendorf-Okrilla und Laußnitz mit ihrem Ford Focus urplötzlich fast frontal gegen einen Straßenbaum. Die Ursache ist bis jetzt noch völlig unklar. Im Polizeibericht ihrer Tageszeitung sind die weiteren Fakten nach Angaben der Polizei jedoch zwei Tage später nachzulesen: Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Baum umbrach und auf ein weiteres Auto stürzte. Der 45-jährige Fahrer dieses Fahrzeugs blieb dabei zum Glück ohne Blessuren. Doch die Frau aus dem verursachenden Unfallauto musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden, so teilt es die Polizei am Wochenende mit.

Als Christina Fritzsche den kleinen Zeitungsbericht über ihren eigenen Unfall zwei Tage später in ihrer Lausitzer  Rundschau liest, begreift die 62-Jährige erst noch einmal richtig, dass sie trotz Unglück wohl einer ganzen Horde Schutzengel zu Dank verpflichtet ist. „Dass ich hier fast unbeschadet sitze, glaubt niemand, der den Unfallhergang und das lädierte Auto im Anschluss gesehen hat“, erzählt sie. Nach dem Aufprall habe sie Todesangst gehabt, glaubte, dass ihr Auto Feuer gefangen hat.  Es ist wie ein kleines Wunder, dass sie im Inneren ihres Fahrzeugs nur ein paar kleinere Verletzungen, ein paar Prellungen davontrug. Und, so sagt die Mitarbeiterin einer Rentenversicherung, sie sei einem rundum gut funktionierenden Rettungs- und Hilfesystem dankbar. Schnell und effektiv sei die Hilfe gewesen, die ihr zuteil wurde.

Das habe schon mit den Zeugen und anderen freundlichen Mitmenschen am Unglücksort angefangen. Zwei Männer und eine Frau hätten am Unfallort sofort Hilfe geleistet, der geschockten 62-Jährigen aus dem Fahrzeug geholfen, sie beruhigt und die Notrufe abgesetzt. Innerhalb weniger Minuten sei der Rettungswagen vor Ort gewesen und habe Christina Fritzsche sofort an alle „Schläuche“ und Überwachungssysteme angeschlossen. Der Rettungswagen brachte die Verunglückte danach eiligst in das zuständige Notfallkrankenhaus - in diesem Fall das Uniklinikum Dresden. 48 Stunden lang wurde die Lausitzerin hier intensiv auf mögliche Folgeschäden untersucht. „Ich lag auf der Wachstation und wurde äußerst fürsorglich und behutsam umsorgt und betreut. Alle Mitarbeiter waren kompetent und sehr freundlich. Eines hat ins andere gegriffen und alles hat sehr gut funktioniert. Ich bin so dankbar dafür“, ist Christina Fritzsche froh, trotz ihres Unfalls jetzt schon wieder zu Hause in ihrem Garten sitzen und das Leben genießen zu können.

Ihre kleine Geschichte erzählt die Rentenversicherungsberaterin nun immer wieder, um auch andere auf das Positive aufmerksam zu machen. „Oft denkt man doch, dass viele Menschen heute immer selbstbezogener, unfreundlicher und gleichgültiger werden. Ich habe aber genau das Gegenteil erlebt. Alle waren freundlich und hilfsbereit. Und dafür empfinde ich eine große Dankbarkeit.“