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Eine halbe Million Euro für die Klosterkirche in Zittau

Die Zittauer Klosterkirche.
Die Zittauer Klosterkirche. FOTO: dpa
Zittau. Die Restaurierung der Evangelisch-Lutherischen Klosterkirche St. Peter und Paul in Zittau wird weiterhin von Bund und Land unterstützt. red/dh

So stellt dem Staatsministerium des Inneren zufolge die Bundesbeauftragte für Medien und Kultur (BKM) aus dem Förderprogramm "Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland" 250 000 Euro bereit. In gleicher Höhe wird die Sanierung durch den Freistaat kofinanziert.

"Die Klosterkirche St. Peter und Paul ist ein bedeutendes Kulturdenkmal, das auf einzigartige Weise das Bild der Stadt Zittau prägt", sagte Innenminister Markus Ulbig gestern bei der Übergabe des Fördermittelbescheides an den Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker. Mit der Förderung sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die umfangreichen Sammlungen des Städtischen Museums, etwa der Epitaphienschatz, beim Reformationsjubiläum 2017 angemessen präsentiert werden können.

Insbesondere die Wiederherstellung der Fassade des Kirchenschiffes sowie der Bleiverglasungen stehen im Mittelpunkt der aufwendigen Sanierungsarbeiten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 630 000 Euro. Gefördert wird der Mehraufwand der denkmalpflegerisch notwendigen Maßnahmen der Instandsetzung, Sanierung und Restaurierung.

Die Kirchgemeinde St. Johannis Zittau erhielt für die Restaurierung der Raumschale der Kirche bereits eine Förderung von 400 000 Euro seitens der BKM und 470 000 Euro vom Freistaat. Von ihm flossen auch 90 000 Euro für die Restaurierung der Fassaden der barocken Betstuben.

Zum Thema:
Die ehemalige Franziskaner-Klosterkirche ist eine spätgotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchenbau zählt zu den vergleichsweise seltenen zweischiffigen Anlagen und zeichnet sich darüber hinaus durch seine qualitativ wertvolle Ausstattung im Spätrenaissancestil aus. Die zwischen 1696 und 1747 auf der Südseite errichteten Betstuben zählen zu den frühesten Zeugnissen barocker Kleinarchitektur in der südlichen Oberlausitz.