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| 15:02 Uhr

Hoyerswerda
Ein Wiedersehen nach vielen Jahren

Jubel fürs Gruppenfoto: Zig Ehemalige waren zum Pumpe-Spielertreffen nach Hoyerswerda gekommen.
Jubel fürs Gruppenfoto: Zig Ehemalige waren zum Pumpe-Spielertreffen nach Hoyerswerda gekommen. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Viele frühere Spieler von Aktivist Schwarze Pumpe haben sich in Hoyerswerda getroffen. Von Werner Müller

 Er kam aus dem Händeschütteln gar nicht raus. Keine Frage, Startrainer Gerd Schädlich war der gefragteste Besucher beim großen Pumpe-Spielertreffen. Mehr als 200 Ehemalige hatten sich am vergangenen Samstag nämlich in Hoyerswerda getroffen – und tauschten jede Menge Erinnerungen aus.

Und auch Schädlich, der gleich zweimal (1986/87 und 1998/99) in Hoyerswerda tätig war, hatte so seine Probleme, seine Gegenüber zu erkennen. Das fing schon bei seinem ehemaligen Torwart Uwe Zimmermann an. Ehrlich bekannte der inzwischen 65-Jährige später: „Ich habe hier zweimal eine wirklich gute Zeit in einem intakten Umfeld gehabt. Und werde diese Menschen und diesen Verein nie vergessen.“ Schädlich war gleich zweimal Trainer in der 2. Bundesliga. Mit den „Underdogs“ aus Zwickau und Aue mischte er mehrere Jahre das gesamtdeutsche Unterhaus auf. Mit Zwickau wurde er einmal sogar Tabellenfünfter.

Thomas Huck, Roberto Schiwon und Matthias Heidrich (v.l.) nahmen ihren ehemaligen Trainer Gerd Schädlich in die Arme.
Thomas Huck, Roberto Schiwon und Matthias Heidrich (v.l.) nahmen ihren ehemaligen Trainer Gerd Schädlich in die Arme. FOTO: Werner Müller

Viele ehemals Aktive sahen sich erstmals seit Jahren wieder und waren extra für dieses Treffen angereist. Wie Reiner Arnold, Hartmut Wenzel, Jürgen Schanze, Steffen Kraus und Andreas Belka. Oder die umjubelten Vollblutstürmer Dieter Paulo und Jörg Jenter, die Trainer Peter Prell beide in Spremberg entdeckt und angeheuert hatte. Jenter erinnerte sich: „Als mir der Trainer nach dem ersten Spiel einen Umschlag in die Hand drückte, wusste ich nicht, was das soll. Es war eine Siegprämie, 75 Mark.“

Und natürlich freute man sich mit denen, die es aus der soliden Pumpe-Schule geschafft hatten und sogar noch immer im Fußball tätig sind und somit das einst Gelernte heute an jüngere Generationen weitergeben. Jens Starke und Axel Schröter, beide Trainer bei Merkur Oelsnitz im Vogtland. Thomas Hoßmang (Magdeburg), Heiko Nowak (Jena) oder Matthias Heidrich (Cottbus, bald Köln) sind Nachwuchschefs bei großen Fußballclubs. Und nicht zu vergessen Mario Kallnik, der sofort mit seinen Jugendkumpeln Uwe Koernig, Thomas Huck, Roberto Schiwon oder Waldemar Adamowicz alte Zeiten aufwärmte.

„Ich habe mich unheimlich auf dieses Treffen gefreut und es keine Sekunde bereut. Eine tolle Veranstaltung“, schwärmte Kallnik, der einst von Pumpe zum BFC Dynamo delegiert wurde und heute Manager von Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg ist.

Stark: Per Videobotschaft wurden ehemalige Fußballer zugeschaltet, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dabei sein konnten. So grüßte etwa Marcel Rozgonyi seine alten Kollegen aus China, wo er derzeit als Jugendtrainer bei Serienmeister Guangzhou arbeitet.

Manfred Scholz, Mannschaftskapitän der 60er-Jahre, brachte es auf den Punkt: „Das ist eine großartige Sache. Ich hoffe, diese Veranstaltung findet irgendwann eine Fortsetzung.“

Bei Spielen von Aktivist Schwarze Pumpe im Jahnstadion Hoyerswerda waren die Traversen immer gut gefüllt.
Bei Spielen von Aktivist Schwarze Pumpe im Jahnstadion Hoyerswerda waren die Traversen immer gut gefüllt. FOTO: Ronny Klein