ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:43 Uhr

Ein Pfad der Zittauer Sagen

Zu den dargestellten Legenden zählt auch die vom Malzmönch.
Zu den dargestellten Legenden zählt auch die vom Malzmönch. FOTO: ume1
Zittau. Johann Christian Meyer war ein hartherziger Mann. Zumindest der Sage nach: Demnach zeigte der auch als "toller Junker" bezeichnete Zittauer Ratsherr beim Eintreiben der Akzise (Steuer auf Lebens- und Genussmittel) wenig Einfühlungsvermögen und wurde daher vom Teufel dazu verdammt, jeden Tag ab Mitternacht auf einem von schwarzen Rössern gezogenen Wagen durch die Straßen der Stadt zu jagen. ume1

Da ihm der Teufel den Hals umgedreht hatte, zeigt der Kopf dabei nach hinten. Und wer ihn sehe, sei dem Tode verfallen.

Die Legende vom "tollen Junker" ist nur ein Bestandteil des reichhaltigen Sagenschatzes, der sich um die Stadt Zittau rankt. Andere handeln vom "gespenstigen Lautemann", vom Malzmönch oder von Zittavia, der Stadtgründerin. Sie alle sind auf einem 14 Stationen umfassenden Sagenpfad verewigt, der sich nunmehr kreuz und quer durch die Zittauer Altstadt schlängelt. Gestaltet wurde der legendäre Weg vom Schulungzentrum Zittau der Bao Bautzen, einem privaten Bildungsträger. "Der Inhalt der vorliegenden Sagen stützt sich auf das 1903 erschienene 'Sagenbuch des Königreichs Sachsen' von Dr. Alfred Meiche", so die Tourist-Information. Oberbürgermeister Thomas Zenker (parteilos) zeigt sich erfreut darüber, dass die Bürger und Gäste Zittaus über den Sagenpfad auch zur Stadt ins Gespräch kommen können, "auch es wenn sicher verschiedene Meinungen zu dieser Art von Kunst gibt."