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| 16:26 Uhr

Hoyerswerda
Ein Mini-Gehweg als Erste Hilfe

Die Anwohner der Theodor-Storm-Straße 4a bis 4c haben sich einen Gehweg gewünscht – und ein Gehwegchen bekommen. Am Freitag hat Steffen Markgraf, Chef der Wohnungsgesellschaft, den neu gepflasterten Zugang zum Haus offiziell übergeben.
Die Anwohner der Theodor-Storm-Straße 4a bis 4c haben sich einen Gehweg gewünscht – und ein Gehwegchen bekommen. Am Freitag hat Steffen Markgraf, Chef der Wohnungsgesellschaft, den neu gepflasterten Zugang zum Haus offiziell übergeben. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Anwohner an der Theodor-Storm-Straße in Hoyerswerda ärgern sich seit Jahrzehnten über fehlende Pflasterung ihres Gehwegs. Von Sascha Klein

Gerd Ehnert steht vor dem Haus in der Theodor-Storm-Straße 4a in Hoyerswerda. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass es heute regnet“, sagt eine Nachbarin und zeigt auf die Schotterpiste, die seit mehr als vier Jahrzehnten ihr Gehweg ist. „Wir haben viele alte Damen im Haus, die auf den Rollator angewiesen sind. Die müssen bei Nässe hier immer auf der Straße laufen, weil der Gehweg voller Modder ist“, sagt Ehnert.

Das ist das Problem: Während die meisten anderen Gehwege im Laufe der Jahrzehnte erneuert und frisch gepflastert worden sind, erinnert der von dem Wohnblock 4a bis c noch an vergangene Zeiten. Wenn es trocken ist, mag der Weg problemlos begehbar sein. Aber in der nassen Jahreszeit sei es kaum auszuhalten. Also hat sich Ehnert, als einer von wenigen Eigentümern im Haus, an Stadtrat Frank Hirche (CDU) gewandt. Der hat sich des Themas angenommen.

An diesem Tag steht Hirche gemeinsam mit Steffen Markgraf, dem Chef der Wohnungsgesellschaft, vor dem Eingang 4a. Auch der Großvermieter ist hier Eigentümer. Ein erster Erfolg ist zu sehen – in Form einer drei bis vier Quadratmeter großen Fläche. Sie ist jetzt gepflastert, wie die Nachbareingänge auch. Aber der Rest, der ist weiterhin Schotterpiste. Gerd Ehnert freut sich über den Fortschritt, ein richtiger Durchbruch ist es jedoch nicht. 

Diesen Weg zu pflastern, ist nämlich nicht einfach. Denn: Die Stadtverwaltung hat kein Geld für den Wegebau an dieser Stelle. Die Wohnungsgesellschaft soll den Weg aber auch nicht übernehmen. Also bleibt am Ende der Verhandlungen ein Kompromiss: Die Stadtverwaltung bezahlt den kleinen Wegebau in der Storm- und auch vor einem vergleichbaren Eingang in der Schulstraße. Dafür müssen die Anwohner in der Storm-Straße vermutlich auch in den nächsten Jahrzehnten damit leben, bei Aprilwetter durch den Matsch zu laufen.