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| 02:39 Uhr

Ein Hoch auf den Sängerfestverein

Finsterwaldes Sängerfestverein war wohl mit der stärksten Abordnung nach Potsdam gereist.
Finsterwaldes Sängerfestverein war wohl mit der stärksten Abordnung nach Potsdam gereist. FOTO: Frank Claus
Potsdam/Finsterwalde. Finsterwalde – im Kongresshotel in Potsdam war die Stadt gestern nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Die vier Finsterwalder Sänger waren in Frack und Zylinder nicht nur rein optischer Botschafter. Ihr Auftritt hatte einen guten Grund: Brandenburgs Sieger in der Kategorie Vereine wurde der Sängerfestverein. Frank Claus

Zum 20. Mal hat der Ostdeutsche Sparkassenverband gestern den Unternehmerpreis an Unternehmen, Kommunen und Vereine aus Brandenburg, Sachen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Finsterwalders Sängern war es vorbehalten, die Veranstaltung vor etwa 500 Gästen zu eröffnen. Da geriet selbst die Anwesenheit von Fernseh-Promi und Lets dance-Juror Joachim Llambi in den Hintergrund.

Das Sängerlied live zu hören - für viele im Saal war es vermutlich eine Premiere. Dabei existiert der Gassenhauer, für den sich die Finsterwalder erst gar nicht recht erwärmen konnten, bereits seit 1899. Erstmals wurde er in Berlin aufgeführt und dort zum Riesenerfolg. Ein Riesenerfolg ist das Finsterwalder Sängerfest längst. Im Jahr 1954 fand das erste statt, nach der Wende erreichte das Fest seine Blütezeit und ist heute das größte Volksfest im Süden Brandenburgs. Es ist ein Fest von Einwohnern der Stadt für Einwohner der Stadt und Gäste, die zunehmend mehr auch von weither kommen. Den Hut hat seit 1992 der Sängerfestverein auf. Aktuell 64 Mitglieder kümmern sich um alle Details - von der Programmgestaltung bis zum Toilettenwagen. Als die Vereinsvorsitzende Katrin Gröbe von der Nominierung und schließlich Platz 1 erfuhr, stand für sie fest: "Den Preis hole ich nicht allein ab, sondern mit möglichst vielen Vereinsmitgliedern." Denn ohne viele Helfer, Unterstützer, Sponsoren ist diese Nummer, das Sängerfest in Finsterwalde, längst nicht mehr zu stemmen.

Nicht nur steigende Kosten für Künstler, Bühnen, Sicherheitstechnik sind es, die den Verein immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Andreas Thienel: "Wir haben ein Niveau erreicht, das enorm ist. Für uns gilt deshalb jetzt, nicht immer mehr und mehr, sondern die Qualität zu halten." Das sieht auch Angela Schmidt so: "Alles funktioniert, weil wir viele Partner an der Seite wissen und starke Unterstützung von der Stadtverwaltung, der Sparkasse, den Stadtwerken erhalten. Jede noch so kleine Hilfe zählt."

Die Auszeichnung ist für den Verein mit einem gelungenen Imagefilm verbunden. Der soll nun in der Sängerstadt zu vielen Anlässen gezeigt werden und wird bald auch auf der Internetseite des Vereins zu sehen sein.