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Ein Hauch von Exotik auf der Farm

Amy und Roland Hausdörfer mit einer Riesengespenstschrecke.
Amy und Roland Hausdörfer mit einer Riesengespenstschrecke. FOTO: hir1
Hoyerswerda. Ferienerlebnis: Kinder lernen, warum eine Malaiische Riesengespenstschrecke grün ist und dass sich Schlangen glatt anfühlen. hir1

Mitarbeiter der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda haben am Mittwoch für die 75 Ferienkinder ihre exotischen Haustiere mitgebracht. So konnten die Mädchen und Jungen auch mal eine Schlange streicheln. 150 dieser Tiere besitzt Farmmitarbeiter Jens, einige Kornnattern und eine Königspython zeigte er den Kindern. Mit 12, 13 Jahren war er beim Pilzesuchen von einer Natter erschreckt worden. Aber trotzdem haben es ihm diese Tiere angetan. "Es ist schon allein ihre lautlose Fortbewegung, ihr Blick, das Züngeln und, und, und", sagt Jens.

Auch René war ganz fasziniert. "Sie hat ganz weiche Haut", sagte der Großröhrsdorfer Junge, nachdem er die Reptilien ausgiebig gestreichelt hatte. An anderer Stelle tummelten sich in Plastikbehältern mit kleinen Luftlöchern eine grüne Malaiische Riesengespenstschrecke, eine Vogelspinne, eine Peruanische Farnschrecke und andere Insekten. Diese gehören Moritz Kusche, auch Insektenflüsterer genannt, und Roland Hausdörfer. Beide haben einen großen Erfahrungsschatz, was ihre Tierchen betrifft. Als sie merkten, wie interessiert die Kinder waren, gaben sie ihr Wissen gern weiter. So ist die Riesengespenstschrecke deshalb so schön grün, weil sie so im Gesträuch und auf Bäumen unerkannt auf Beute lauern kann. Warum Moritz Kusche 75 Insektenarten hält? "Es ist die wunderbare Vielfalt dieser wirbellosen Tierchen, die mich schon ungefähr seit dem zehnten Lebensjahr fasziniert", antwortet er. Jede Insektenart müsse anders gehalten werden. Dabei seien die unterschiedliche Geräumigkeit des Terrariums wichtig, die Temperatur und das Licht.

Roland Hausdörfer weiß, dass Insekten nur erfolgreich gehalten werden können, wenn in den Terrarien Bedingungen herrschen, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere so nah wie möglich kommen. "Wir als Insektenfreunde gehen viel in die Natur und stellen fest, dass immer mehr südländische Insekten im Hoyerswerdaer Raum heimisch werden und die einheimischen Insekten verdrängen. Das ist eben der Überlebenskampf der Natur", so Roland Hausdörfer.