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Ein Hauch Karibik für den Partwitzer See

So arbeitet das LMBV-Sanierungsschiff "Klara" auf dem Partwitzer See. Gegen das übersäuerte Wasser wird Kalk eingebracht.
So arbeitet das LMBV-Sanierungsschiff "Klara" auf dem Partwitzer See. Gegen das übersäuerte Wasser wird Kalk eingebracht. FOTO: LMBV/Radke
Klein Partwitz. Die Wasserqualität in dem Gewässer ist spürbar angestiegen und spiegelt sich inzwischen auch an der türkisblauen Farbe wider.

Die Wasserqualität im Partwitzer See hat einen großen Sprung nach vorn gemacht. Innerhalb eines Jahres hat sich der pH-Wert von 2,8 auf derzeit 4,8 erhöht. Tendenz weiter steigend. Darüber hinaus besitzt das Wasser nunmehr schon mehr und mehr eine türkisähnliche Färbung. "Fast schon karibische Verhältnisse", merkte Klaus Zschiedrich, Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) kürzlich während der Bilanzpressekonferenz scherzhaft an.

Seit September 2016 wird der Partwitzer See durch das Sanierungsschiff "Klara" intensiv bekalkt. Noch in den letzten vier Monaten des Vorjahres wurden rund 8000 Tonnen Kalk im Wasser des Sees ausgebracht. Im gesamten Jahr 2017 sollen es insgesamt 30 000 Tonnen sein. Während der Sommermonate kreuzt das Schiff im Nordbereich des Sees, wo es nicht zu Konflikten mit Nutzern des Sees kommen kann. Das Gewässer befinde sich, so Zschiedrich, auf einem sehr guten Weg. Das bestätigen inzwischen auch entsprechende Sachverständige.

Das Einbringen von Branntkalk neutralisiert das stark übersäuerte aufsteigende Seewasser in dem Tagebaurestloch. Die seit dem Vorjahr schon stark verbesserten pH-Werte sind hoffnungsvoll und auch schon für die Badegäste spürbar. Angestrebt wird ein weitestgehend neutraler pH-Wert von 6.