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Ein Ende, das ein Anfang ist

Berlin/Hoyerswerda.. Einstimmig und ohne Debatte hat die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg – schlesische Oberlausitz am Donnerstagabend den Wegfall der Schulpfarrstelle am Evangelischen Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda beschlossen (Die RUNDSCHAU berichtete). Benjamin Lassiwe

Es war ein reiner Verwaltungsakt, nachdem bereits in den Verhandlungen der Landeskirche mit dem Trägerverein der Schule klar geworden war, dass eine weitere Finanzierung nicht mehr möglich sein würde. Doch für die Christen in Hoyerswerda stellt sich jetzt die Frage, wie es mit der Seelsorge und den Gottesdiensten am Johanneum weitergeht.
„Ich bedauere den Wegfall der Schulpfarrstelle sehr“ , sagt Superintendent Friedhart Vogel. Die Arbeit des Pfarrer Ehepaars Menzel sei wichtig gewesen. Nun müssten die Pfarrer der Kirchengemeinden in Hoyerswerda einspringen. „Das geht aber natürlich nur in dem Umfang, in dem neben den übrigen Amtspflichten die Zeit dafür bleibt“ , sagt Vogel. Die Vorbereitung des Gottesdienstes müsste zu einem nicht geringen Teil von den Religionslehrern der Schule übernommen werden.
Dagegen sieht sich Jörg Michel aus Hoyerswerda-Neustadt von der neuen Situation herausgefordert. Da aus dem Evangelischen Gymnasium nun ein Christliches Gymnasium geworden sei, für das auch die katholischen Christen in der Stadt eine Mitverantwortung übernähmen, böte sich eine Gelegenheit zu tätiger Ökumene. „Und wir haben die Chance, die Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Kirchengemeinden, die bisher nicht immer optimal war, zu verbessern und zu intensivieren.“