Die Unterstützer werden um die Aufhebung der Zweckbindung ihrer Spenden gebeten. Es sei nicht das Ende, das man sich gewünscht hätte, betont Christian Völker, Vorsitzender des Jugendstadtrates.

Vor diesem Ende mit Schrecken ist die Zukunft des Projektes lange Zeit ungewiss gewesen. Aber ein Gespräch im Januar brachte den Stein schließlich ins Rollen. Christian Völker sprach im Büro des CDU-Landtagsabgeordneten Frank Hirche vor. Seine Mission: Er möchte dem schwerfälligsten Projekt des Jugendstadtrates, dem öffentlichen Grillplatz am Gondelteich, endlich den letzten Schub geben. Dafür hoffte der 26-Jährige auf die Unterstützung Hirches.

Sachlich untersuchten die Gesprächspartner die Voraussetzungen für den Betrieb des Grillplatzes. Das Grillrost müsste möglichst in der Nähe deponiert, von Nutzern abgeholt und gereinigt dorthin zurückgebracht werden. Jeder Grillabend müsste laut Lagerstättenverordnung bei der Feuerwehr angemeldet werden. Laut Vereinbarung mit der Stadt hat der Jugendstadtrat sich um die Sauberkeit und die Mäharbeiten des Areals zu kümmern. Die Haftung für die Nutzung durch quasi fremde Personen dagegen obliegt, inklusive Schadensansprüche Dritter, den Jugendlichen. So wenig durchdacht Frank Hirche und Christian Völker die Handhabung erschien, so sprachlos machte sie die Haftungsverschiebung von der Stadt als Eigentümer der Fläche in Richtung der jungen Leute. Fragwürdig auch, weil die Jugendstadträte ein Gremium und somit Vertreter der Stadt sind, meinte Frank Hirche. So kamen im Laufe des Gesprächs massive Zweifel am Projekt auf. Der Stopp des Vorhabens kam auf den Tisch - und ist nun beschlossen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung besprachen die Räte die "Lange Nacht der Vereine" am 10. April. Mit der Veranstaltung möchte der Jugendstadtrat die Einwohner auf die Vielfalt aufmerksam machen, die mehr als 300 Vereine in Hoyerswerda bieten. Ziel ist es, einen Parcours durch die Vereinsheime und Sportstätten der Stadt anzubieten, der von Mitmach-Angeboten getragen wird. Für die Finanzierung möchte der Rat einen Zuschuss der Stadt sowie die Mietfreiheit beispielsweise der Turnhallen beantragen. Darauffolgender Höhepunkt der Arbeit des Rates wird ein Sprachenabend als einer von elf Bausteinen der "Tag und Nacht für Toleranz" am 13. April sein.