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Ein Autist begibt sich auf Tätersuche

Szenenfoto mit Marvin George und Fiona Piekarek-Jung.
Szenenfoto mit Marvin George und Fiona Piekarek-Jung. FOTO: Miroslaw Nowotny
Bautzen. Das Bühnenstück "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" nach dem Roman von Mark Haddon feiert am Freitag, 17. Februar, 19. pm/asi

30 Uhr, im großen Haus des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Premiere. Die zweite Vorstellung folgt am 18. Februar, 19.30 Uhr.

Christopher Boone ist 15 Jahre, drei Monate und zwei Tage alt, und: Christopher ist Asperger-Autist. Er weiß beinahe alles über Mathematik und nur sehr wenig über Menschen, der Umgang mit ihnen versetzt ihn schnell in Panik. Er liebt Primzahlen, die Wahrheit und die Farbe Rot, er hasst Gelb und Braun, und er hasst es, angefasst zu werden. Er geht niemals weiter als bis zum Ende der Straße.

Nur einmal macht er eine Ausnahme: Wellington, der Nachbarshund, liegt tot auf dem Rasen. Christopher entdeckt ihn um sieben Minuten nach Mitternacht und gerät selbst in Verdacht. Seine Unschuld ist schnell bewiesen, und damit sind die Ermittlungen der Polizei auch schon beendet. Christopher beschließt, den Täter selbst zu finden - kein leichtes Unterfangen!

Er kann in anderen Gesichtern lediglich Trauer oder Glück erkennen. Alle anderen Gesichtsausdrücke versteht er ebenso wenig wie Witze oder Metaphern. Er mag Listen und Fakten, hat jedoch sehr große Angst vor Fremden und unbekannten Orten. Außerdem reagiert er überempfindlich auf zu viele Informationen, die sein Gehirn erreichen, und auf körperliche Berührungen.

Seine Detektivarbeit führt ihn nun zwangsläufig in eine Welt, die anderen völlig normal erscheint, für ihn hingegen fremd und bedrohlich wirkt - und in der der Mord an Wellington nur das erste Glied einer Kette von Geheimnissen ist. Doch Christopher bleibt dran und wächst über sich hinaus.