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Ein Aufzug für die Lausitzhalle

Umweltstaatssekretär Herbert Wolf (r.) übergibt den Förderbescheid an SWH-Chef Falk Brandt und Oberbürgermeister Stefan Skora.
Umweltstaatssekretär Herbert Wolf (r.) übergibt den Förderbescheid an SWH-Chef Falk Brandt und Oberbürgermeister Stefan Skora. FOTO: cw
Hoyerswerda. Das Team der Lausitzhalle hat seinen Humor noch nicht verloren. Das beweist jedenfalls eine witzige Dekoration, die gestern einen wichtigen Moment für die Zukunft des Hauses umrahmt: Im Innenhof des Gebäudes wird eine in einem Rollstuhl sitzende Puppe an Seilen von zwei anderen Puppen über die Brüstung in das obere Geschoss gezogen! Die Symbolik sitzt. Catrin Würz

Denn genauso umständlich ist es momentan ja wirklich, wenn ein Lausitzhallenbesucher tatsächlich mit seinem Rollstuhl oder Rollator in das obere Foyer vor dem großen Saal gelangen will. "Das ist während der Veranstaltungen bisher ganz unmöglich und auch sonst nur mit sehr großem Aufwand zu bewerkstelligen", sagt Lausitzhallen-Geschäftsführer Dirk Rolka. Denn einen offen zugänglichen Personenaufzug gibt es bisher im Bereich des großen Saales nicht. Angesichts der demografischen Situation ein zunehmend ein unhaltbarer Zustand.

Ein Zustand, der in gut einem Jahr nun aber ein Ende haben soll. Denn für insgesamt 824 000 Euro werden in der Lausitzhalle ab 2018 Teile der Fassade modernisiert und eben der dringend notwendige Personenaufzug eingebaut. Die Finanzierung dafür steht jetzt. Fast zwei Drittel der dafür benötigten Summe - nämlich 525 000 Euro - wird aus dem Landes- und Bundesprogramm "Brücken in die Zukunft" bereitgestellt. Umweltstaatssekretär Herbert Wolff überbrachte gestern die Förderzusage an Oberbürgermeister Stefan Skora und den Geschäftsführer der Städtischen Werke Hoyerswerda, Falk Brandt. "Die Lausitzhalle hat eine wichtige Bedeutung für die Stadt und strahlt weit in die Region aus. Für ihre Zukunftssicherung ist das Geld gut angelegt", sagte Wolff.

Aufgestockt wird der Finanzbedarf mit 123 000 Euro von der Stadt Hoyerswerda und mit 175 000 Euro von den Städtischen Wirtschaftbetrieben, zu deren Firmenverbund die Lausitzhalle gehört.

Für Lausitzhallenchef Dirk Rolka ist die Weichenstellung für die Sanierung ein "wichtiges Signal, auf das wir lange gewartet haben". Damit werde die Halle ein gutes Stück in die Zukunft katapultiert.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 beginnen. Im Frontbereich zum Lausitzer Platz hin und an der Seite zur Bautzener Allee werden die Fenster im Erdgeschoss erneuert. Das soll nicht nur die Optik aufwerten, sondern vor allem auch Einsparungen bei den Heizkosten bringen. "In diesem Zuge wird auch die für heutige Verhältnisse etwa chaotische Situation am Haupteingang geordnet", sagt Architekt und Projektplaner Hansgeorg Richter. Der Windfang wird dafür etwas verkleinert.

Der dringend erwartete Personenaufzug wird im Atrium der Lausitzhalle als Anbau errichtet. "Er soll nach der Spielzeitpause 2018 zur Verfügung stehen", kündigt Richter an. Modernisierungen sind zusätzlich auch bei den Sanitäranlagen vorgesehen.