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Eiermaler begrüßen den Frühling

Volkskünstlerin Dorothea Tschöke präsentiert die preisgekrönten Exemplare.
Volkskünstlerin Dorothea Tschöke präsentiert die preisgekrönten Exemplare. FOTO: T. Richter/trt1
Sabrodt. Pünktlich zum 20. März präsentiert das kleine Museum des Lausitzer Heimatvereins etwa zwei Dutzend neue Ostereier. trt1

Darunter sind preisgekrönte Exemplare, die im Rahmen des Wettbewerbs um das schönste sorbische Osterei im Jahr 2012 entstanden sind. So sind unter anderem Arbeiten von Hobbykünstlern aus Bluno, Mücka und Kirschau in Wachs-Bossier- und der Ätztechnik zu sehen.

Wie es sich für eine richtige Eiermalerin gehört, hat Dorothea Tschöke bereits im Winter mit ihrem Handwerk begonnen. Das Ergebnis des Ganzen brachte sie vor wenigen Tagen zur Post. In den zwei gut verpackten Päckchen befanden sich 25 Ostereier, die an das Stendaler Winckelmann-Museum adressiert waren. In der Hauptstadt der Altmark ist noch bis Pfingsten die Ausstellung "Ostereier zwischen Kult und Kunst" des Liechtensteinischen Landesmuseums zu sehen. Das hatte bereits in den 1980er-Jahren verzierte Eier des Drebkauer Ethnografen Lotar Balke aus einer Privatsammlung übernommen.

Auch im Sabrodter Museum freut man sich über Gäste aus aller Herren Länder. Demnächst, so kündigt Dorothea Tschöke an, komme eine Gruppe von Frauen aus den USA, aus Spanien und Griechenland. "Sie lernen die deutsche Sprache, werden bei mir Eier bemalen." Darüber hinaus finde am Karfreitag die traditionelle Ostereierbörse in Sabrodt statt. Vier Eiermalerinnen haben ihr Kommen zugesagt.

Zudem sei die Einrichtung auch an der Museumsnacht des Spree-Neiße-Kreises im September und am Brandenburg-Tag in Spremberg am 5. und 6. Juli beteiligt. "Wir organisieren eine kleine Eierausstellung im Spremberger Schloss", so Dorothea Tschöke. Mit Großveranstaltungen habe der Lausitzer Heimatverein Erfahrungen. Schließlich war er bereits beim Tag der Sachsen in Hoyerswerda (1998) und in Kamenz (2011) dabei.