ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:49 Uhr

Ehemaliger Lehrer lehrt Kindern die Kunst des Schachspielens

Lehrer Helmut Klösel mit seinen Schach-Schülern von der Grundschule Groß Särchen.
Lehrer Helmut Klösel mit seinen Schach-Schülern von der Grundschule Groß Särchen. FOTO: Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. . Größer hat der Altersunterschied beim diesjährigen Schachturnier im Lausitzcenter in Hoyerswerda nicht sein können: Sieben Jahre waren die jüngsten und 86 der älteste Teilnehmer alt. Katrin Demczenko/dcz1

Mehr als 100 Amateure, Nachwuchs- und Vereinsspieler saßen an den Schachbrettern, sagte der Vorsitzende des veranstaltenden Fördersportvereins Schach ASP Hoyerswerda, Jan Kregelin.

Ohne den Schachtrainer Helmut Klösel wären es bei den Jüngsten jedoch 14 weniger gewesen. Genauso vielen Kindern der Klassen 1 bis 4 bringt der ehemalige Lehrer, der mittlerweile Rentner ist, von der Grundschule Groß Särchen das Schachspiel bei. Lilly Noack, Lena Kunoth und die anderen lernen bei ihm die Tricks und Kniffe, mit denen sie siegen könnten. Und das harte Training hat sich offenbar gelohnt: Lilly wendet jetzt die Turmzwinge korrekt an und Lena freut sich über einen Goldpokal, den sie beim Sparkassenturnier in Hoyerswerda kürzlich gewann.

"Zuerst lernen die Schüler auf kindgemäße Weise die Schachfiguren und deren Bewegungsmöglichkeiten kennen", erklärte Helmut Klösel. Zum Beispiel malen sie sich die Figurenstellung beim Schäferzug oder der Turmzwinge auf Papier auf, um sich alles besser einzuprägen. Schachkreuzworträtsel und Übungsspiele sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Treffen, die zum Ganztagsangebot der Grundschule gehören. Helmut Klösel möchte den Kindern vor allem vorausschauendes Denken beibringen und ihnen "einen anderen Weg zum Sport eröffnen."

Am schönsten sei es, an Turnieren teilzunehmen und fremde Gegner zu haben, stellte Amabel Nowotnick fest, die gerade ihr Spiel gewonnen hatte. Helmut Klösel erklärte, dass die Schüler bei solchen Spielen viel lernen. "Deshalb organisiert er den Kindern die Teilnahme an jedem Turnier in der Nähe", sagte Daniela Kunoth, die Mutter der zehnjährigen Lena. "Wir brauchen nur noch Fahrgemeinschaften bilden", erklärte sie den Part der Eltern.

Gemeinsame Erlebnisse wie das Schachturnier im Landschulheim Leutersdorf mit Übernachtung bleiben allen im Gedächtnis. Beim Gymnasien-Turnier in Hoyerswerda traten die Kinder sogar gegen Schüler der fünften und sechsten Klassen an und gewannen mehrere Spiele, erzählte Helmut Klösel. Der größte Erfolg der Mädchenmannschaft in diesem Jahr war aber der vierte Platz bei der Sachsenmeisterschaft in Flöha.

Die sechs Viertklässler, die dieses Jahr an Mittelschule und Gymnasium wechseln, schauten auch darauf, ob es dort eine Arbeitsgemeinschaft Schach gibt. "Wir machen weiter", ist ihre einhellige Meinung.