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Klassentreffen
Hoyerswerdaer Schulabgänger treffen sich

Mit einer Umfrage wurde die Erlebnisse der vergangenen Jahre ausgewertet. Die Ex-Schüler der 10 b Anno 1972 traf sich zum Klassentreffen.
Mit einer Umfrage wurde die Erlebnisse der vergangenen Jahre ausgewertet. Die Ex-Schüler der 10 b Anno 1972 traf sich zum Klassentreffen. FOTO: Manfred Grüneberg / Grüneberg Manfred
Hoyerswerda. Beim Klassentreffen der alten Oberschüler wird in Erinnerungen und auch in DDR-Nostalgie geschwelgt. Von Manfred Grüneberg

Für die ehemalige Klasse 10 b der Oberschule XVI schlossen sich 1972 die Türen. Aus den Augen hat man sich nie verloren. Alle fünf Jahre treffen sich die 20 ehemaligen Schüler. Kürzlich war es wieder so weit. Dabei flammte DDR-Nostalgie auf.

Mit Peter Sengbusch, der sich um fast zwei Stunden verspätet hatte, da er noch an einem Bauprojekt arbeitet, wurde dann auch der wahrscheinlich letzte „Held der Arbeit“ ausgezeichnet. Mit einer Schweigeminute gedachte die Klasse dem 2013 verstorbenen Roland Schön.

Gänzlich in anderen Bahnen verläuft das Leben von Harald Sablowski. Wegen eines Schlaganfalls muss er seit zwei Jahren im Rollstuhl sitzen. Er war umso dankbarer, dass er bei der Einladung nicht vergessen wurde.

Mit Spannung erwartet wurde besonders die mittlerweile schon traditionelle Datenumfrage. Sie brachte wieder interessante Fakten zur Generation zutage. 75 Prozent der Klasse wohnt weiterhin in Hoyerswerda und im Umland, ist verheiratet und steht noch im aktiven Arbeitsprozess. 19 Ex-Oberschüler haben an der Umfrage teilgenommen. Sie sind stolz auf insgesamt 36 Kinder, 37 Enkel und zwei Urenkel. Auch ohne eine Parteimitgliedschaft sind noch vier Teilnehmer politisch aktiv, sieben in der Gewerkschaft.  Nur einer war Nichtwähler bei der jüngsten Bundestagswahl.

Die Gesundheitswerte der Absolventen lässt auf ein weiteres Klassentreffen hoffen. Wie schon in den vergangenen Umfragen hat die Klasse nur vier Raucher. Tranken im Jahr 2007 sechs regelmäßig Alkohol so sind es aktuell nur noch drei. Lediglich das Gewicht hat sich auf durchschnittlich 88 Kilogramm erhöht (79 Kilogramm in 2007; 86 Kilogramm in 2012). Vielleicht ist es auch ein Fingerzeig dass gegenwärtig nur noch fünf regelmäßig Sport treiben, während es im Jahr 2007 noch vierzehn waren.

Beim Musikgeschmack ist die Liebe zum Rock’n’Roll von 13 Teilnehmern klar favorisiert. Zum „Einsatz in Manhattan“ sprich Hoyerswerda musste aber keiner ausrücken, denn musikalisch begleitete den Abend dann doch die gute alte Tanzmusik. Und bereits um Mitternacht träumten die meisten schon vom nächsten Klassentreffen, zu  dem alle dann die „Rocker-Rente“ erreicht haben.