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| 17:38 Uhr

Modellflug
Indoorfliegen reicht nicht mehr – es geht ins Freie

Eastside-Modellflugfreunde zeigen ihre Maschinen. Der Mann in Blau an der Fahne Torsten Schmoll.
Eastside-Modellflugfreunde zeigen ihre Maschinen. Der Mann in Blau an der Fahne Torsten Schmoll. FOTO: Katrin Demczenko
Lauta. Eastside-Modellflugfreunde stellten sich bei „Licht an“ im Industriegelände Zeißig vor. Von Katrin Demczenko

Nur Fliegen ist schöner. Unter diesem Motto steht die Freizeit von Torsten Schmoll aus Lauta seit Jahrzehnten; und wenn er andere mit seinem Modellflugvirus infizieren kann, umso besser. Deshalb besteht seit etwa vier Wochen offiziell die Gruppe Eastside-Modellflugfreunde, zu der im Moment 36 Hobbymodellflieger gehören, sagt Torsten Schmoll. Die meisten sind Sachsen und Brandenburger. Sie kommen mit ihren selbstgebauten Maschinen im Februar zur Modellflug-, Racecar- und Baumaschinenshow in die Niederlausitzhalle Senftenberg.

Doch nur im Winter indoor miteinander zu fliegen reichte den Hobbymodellpiloten nicht mehr aus. Die Gruppe Eastside-Modellflugfreunde entstand, um im Sommer auf Modellflugplätzen oder Stadtfesten Flugshows zu zeigen und vor allem Kinder und Jugendliche zu begeistern, erklärt Frank Künanz aus Schwarzheide. Derzeit erarbeiten die Modellflugfreunde ein Konzept, mit dem sie gezielt an Schulen und Jugendeinrichtungen herantreten wollen, ergänzt Torsten Schmoll. Jeder Hobbymodellpilot aus den neuen Bundesländern könne der Gruppe beitreten.

Schon jetzt sind alle Sparten des Modellfluges mit Flächenflugzeugen, Race-, Multi- und Helikoptern vertreten, sagt Mitorganisator Volker Steinkamp aus Coswig bei Meißen. Auch Besitzer von Fesselmodell- und Segelfliegern fehlen nicht. Erfahrungsaustausch, Unterstützung beim Bau von Modellen und bei Flugshows sind selbstverständlich und verstärken den Spaß an dieser besonderen Freizeitbeschäftigung.

Einer der ersten Auftritte der Gruppe war am Samstag bei der Veranstaltung „Licht an“ im Industriegelände Zeißig, die aus Anlass der 750-jährigen Ersterwähnung von Hoyerswerda organisiert worden war. Die komplette Flugshow im Stadtgebiet hat die Landesdirektion Sachsen erlaubt, erzählt Torsten Schmoll. Er und der 14-jährige Nachwuchspilot Tom Kießlich aus Koblenz am Knappensee zeigten am Parkplatz der Firma Veolia ihr Können mit Fesselflugmodellen. Franz Künanz startete seinen FPV-Quadrocopter, wobei die Abkürzung für „first person view“ steht. Am Flugapparat ist eine Kamera befestigt, die dem Piloten Livebilder auf seine Videobrille überträgt, lautet die Erklärung.

Lothar Bader aus Roßwein steuerte schließlich das mit 18 Kilogramm schwerste Modell der Show, seinen Helikopter „Bell-UH1 mit Turbinenantrieb 100 Prozent naturgetreu“ und begeisterte damit das zahlreiche Publikum.