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| 16:11 Uhr

Infos fürs duale Studium an der BTU
Studium und Job eng verknüpft

 Pascal Fritzsche aus Schwarzheide ist dualer Student bei P.U.S. Lauta. Er studiert Maschinenbau an der BTU Cottbus-Senftenberg.
Pascal Fritzsche aus Schwarzheide ist dualer Student bei P.U.S. Lauta. Er studiert Maschinenbau an der BTU Cottbus-Senftenberg. FOTO: LR / Sascha Klein
Lauta/Senftenberg. Duales Studium verbindet Studenten mit Lausitzer Unternehmen. Ein Positiv-Beispiel gibt es in Lauta. Die BTU will jetzt in der gesamten Lausitz für diese Studienrichtung werben. Von Sascha Klein

Pascal Fritzsche hat ein klares Ziel. Es ist nur noch rund ein Dreivierteljahr entfernt. Dann steht seine Bachelor-Arbeit an. Der 21-Jährige studiert am Senftenberger Campus der Brandenburgisch-Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg Maschinenbau. Doch zurzeit ist unterrichtsfreie Zeit. Das bedeutet für den Schwarzheider jedoch nicht, dass nichts zu tun wäre. Denn er ist einer von denjenigen, die ein duales Studium absolvieren. Das bedeutet: Einen Teil des Jahres verbringt er an der Uni, einen anderen im Betrieb.

Fritzsche arbeitet bei der Firma P.U.S. Produktions- und Umwelt­service in Lauta, einem der Partnerunternehmen der Universität. An diesem Tag ist er von 6.30 Uhr bis 15 Uhr arbeiten – wie fast immer in der unterrichtsfreien Zeit. Er geht über das Gelände in Richtung einiger Container-Büros. Dort ist im Moment sein Platz. Der 21-Jährige ist seit zweieinhalb Jahren bei P.U.S. angestellt. Seine Aufgaben werden mit der Zeit immer komplexer. Eine davon war, die Planungen für den Umbau einer Anlage auf dem Werksgelände zu begleiten und zu dokumentieren. Ihm liegt der duale Studiengang: „Man lernt praktisch und auch menschlich eine Menge“, sagt er. „Zudem bekommt man einen engen Kontakt zu der Firma, in der man später womöglich einen Job bekommt.“ Nicht zuletzt erhält er als Angestellter Lohn.

Das Unternehmen P.U.S, das es seit 1998 gibt, verarbeitet unter anderem Eisenhydroxidschlämme zu speziellen Granulaten, die später dem Umweltschutz dienen. Eine Anlage, in der Schlämme gewonnen werden, steht an der Grubenwasserreinigungsanlage in Tzschelln – am Rande des Tagebaus Nochten. P.U.S. hat seinen Hauptsitz jedoch im Gewerbegebiet Lauta. Begonnen hat das Unternehmen mit zwei Mitarbeitern und einem Produkt zur Aufbereitung von Gasen. Später jedoch bauten die Geschäftsführer Christoph und Matthias Leiker den Betrieb systematisch aus und investierten einen zweistelligen Millionenbetrag.

Für Pascal Fritzsche heißt es ab dem 1. April wieder: studieren an der BTU in Senftenberg. Das nächste Semester steht an. Der Schwarzheider hofft, dass es das letzte an der Uni ist. Er ist dann im sechsten Semester und schreibt seine Bachelor-Arbeit. Die Regelstudienzeit liegt bei sieben Semestern für den Bachelor-Abschluss. Das will er packen. Ab April wird er für 15 Wochen nur zeitweise im Betrieb sein. Fritzsche ist mindestens drei Stunden pro Woche vor Ort in Lauta, hält den Kontakt zum Unternehmen und erledigt in der Zeit kleinere Arbeiten. „Das ist der Vorteil, wenn man einen Betrieb in der Nähe des Wohn- und Studienortes hat“, sagt er.

Was ein dualer Student braucht? Maschinenbau-Student Pascal Fritzsche weiß das genau: „Man muss schon technisches Interesse und auch technisches Verständnis mitbringen“, sagt er. „Handwerkliches Geschick ist auch nicht von Nachteil, denn man muss im Betrieb auch mal zupacken.“ Nicht zuletzt ist aber auch Disziplin eine ganz wichtige Geschichte. Denn: „Ein gewisses Zeitmanagement ist Voraussetzung“, sagt Fritzsche – nicht nur für sich selbst, sondern auch im Interesse des Unternehmens. Denn die Aufträge, die auch ein dualer Student abarbeiten muss, unterliegen meist Fristen. Versäumte Fristen kann sich kein Betrieb, der im Wettbewerb zu anderen steht, leisten. Also muss ein Student sowohl für sich als auch für seine Firma planen können. Zudem seien Computer- und Office-Kenntnisse sehr hilfreich.

Im Herbst dieses Jahres brechen für Pascal Fritzsche dann die entscheidenden Monate an. Ab August absolviert er noch eine längere Praktikumszeit bei P.U.S, anschließend steht die Bachelor-Arbeit an. Bis zum Frühjahr muss alles fertig sein. Besteht Fritzsche den Bachelor, gibt es die Möglichkeit, dass er den Master dranhängt Das hieße: noch drei weitere Semester studieren - zwei Semester Präsenzzeit und ein Semester Masterarbeit. Der Schwarzheider hat sich noch nicht endgültig entschieden.

 Lauta: Pascal Fritzsche aus Schwarzheide ist dualer Student bei PUS Lauta. Er studiert Maschinenbau an der BTU Cottbus-Senftenberg.
Lauta: Pascal Fritzsche aus Schwarzheide ist dualer Student bei PUS Lauta. Er studiert Maschinenbau an der BTU Cottbus-Senftenberg. FOTO: LR / Sascha Klein