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| 20:04 Uhr

Richtfest für neue Rettungswache
Drei Rettungswachen sollen im Landkreis Bautzen neu gebaut werden

 Zu denjenigen, die den Grundstein einmauerten, gehörte auch der Königswarthaer Bürgermeister Sven Nowotny. ....
Zu denjenigen, die den Grundstein einmauerten, gehörte auch der Königswarthaer Bürgermeister Sven Nowotny. .... FOTO: Uwe Menschner
Königswartha/Lohsa. Von dem neuen Standort in Königswartha aus kann auch Lohsa besser erreicht werden. Für die neuen Wachen in Bernsdorf und Ottendorf-Okrilla soll demnächst Baubeginn sein. Von Uwe Menschner

Der Landkreis Bautzen setzt seine Offensive zur Modernisierung und Komplettierung des Rettungswachennetzes fort. So konnte kürzlich Richtfest für den Ersatzneubau der Rettungswache Königswartha gefeiert werden. „Diese Wache ersetzt einen bereits vorhandenen, aber nicht mehr zeitgemäßen Standort“, erklärt der 1. Beigeordnete des Bautzener Landrates, Udo Witschas. Die bisherige Wache befinde sich verkehrsungünstig gelegen auf dem Gelände eines Pflegeheims.

Die neue Wache hingegen ist gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden und die erste im Landkreis Bautzen, die der seit 2017 geltenden aktuellen DIN-Norm entspricht. „Diese Norm sorgt dafür, dass für die Beschäftigten ebenso wie für die Funktionsbereiche mehr Platz zur Verfügung steht als bisher“, erläutert Thomas Scheffel, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Bautzen. Die Königswarthaer Wache wird nach ihrer für Ende 2020 vorgesehenen Fertigstellung über zwei Stellplätze (jeweils für einen Rettungs- und einen Krankentransportwagen) verfügen und von 14 Beschäftigten rund um die Uhr besetzt. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich von Radibor im Süden bis nach Lohsa im Norden. „Lohsa war für den Rettungsdienst immer ein neuralgischer Punkt. Künftig kann es von drei Seiten aus – von Hoyerswerda, Klitten und Königswartha – in kurzer Zeit erreicht werden“, betont Thomas Scheffel. Dies sei auch der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Görlitz zu danken, der von seiner Wache bei Klitten am Bärwalder See aus auch Einsätze im Landkreis Bautzen fahre. „Im Gegenzug bedienen wir von Weißenberg aus Teile des Stadtgebietes von Löbau“, so der Rettungsdienstleiter.

Die neue Rettungswache in Königswartha ist der am weitesten fortgeschrittene Teil eines „Dreierpacks“ an neuen Standorten. Neben Ottendorf-Okrilla gehört dazu auch Bernsdorf. Auch hier sei geplant, einen nicht mehr zeitgemäßen Altstandort zu ersetzen. „Die Grundstücksverhandlungen waren erfolgreich, allerdings müssen die entsprechenden Beschlüsse noch gefasst werden“, so der Leiter des Bau- und Liegenschaftsamtes, Valentin Opitz, der den genauen Standort deswegen noch nicht nennen will. So viel jedoch kann er verraten: „Er liegt ebenfalls sehr verkehrsgünstig.“

Bernsdorf ist mit einem Stellplatz der kleinste der drei zu erneuernden Standorte, Ottendorf-Okrilla mit dreien der Größte. Alle drei werden sie nach denselben baulichen Grundsätzen und nach der aktuellen DIN-Norm vom Bautzener Architekturbüro Ehrlich geplant und sollen Ende 2020 für den Betrieb freigegeben werden. Die neue Königswarthaer Wache wird ebenso wie ihre Vorgängerin vom DRK-Kreisverband Bautzen betrieben. Bereits 2012/13 hatte der Landkreis mit Lauta, Pulsnitz, Neukirch und Weißenberg mehrere Rettungswachen parallel nach denselben baulichen Grundsätzen errichtet, damals allerdings noch nach einer heute bereits wieder veralteten Norm.