Lausitz-Trainer Waldemar Adamowicz hatte Besetzungssorgen. Marcel Weckwerth (verletzt) und Mathias Mark (Gelb-Rot-Sperre) fehlten den Gastgebern sichtlich. Besonders in der ersten Halbzeit war Wittichenau überlegen.
Den Platzbesitzern mangelte es an Selbstvertrauen. Sie machten zu viele Fehler in der Abwehrarbeit und konnten die Nervosität auch nach längerer Spielzeit nicht ablegen. Die Wittichenauer begannen das Spiel druckvoll und setzten die ersten Akzente. In der 24. Minute kam Torsten Bulang, der im Mittelfeld alle Fäden in der Hand hielt, nach einer guten Kombination zum Schuss, verfehlte aber knapp das Tor. Eine Minute später war es dann aber doch soweit: Ein perfekt geschlagener Freistoß von Mathias Knecht nahm Torsten Bulang gekonnt auf und der Ball schlug unhaltbar für Torwart Danilo Reiche im Gehäuse ein.
In der zweiten Halbzeit steigerten die Gastgeber ihre Bemühungen. Tempo, Leistung und Angriffsstärke nahmen zu. Die Lausitz-Kicker gingen härter in die Zweikämpfe, jedoch schenkten ihnen die Wittichenauer nichts. Auch sie kämpften verbissen. Deshalb stand nun besonders der Schiedsrichter im Mittelpunkt des Geschehens, wobei die Akteure beider Mannschaften dem Referee das Leben nicht leicht machten.
Marcel Mark hatte in der 60. Minute gegen die Wittichenauer Christian Noack und Sebastian Lange Schwerstarbeit zu verrichten. Schließlich bekam er nach einem Foul die Ampelkarte. Sechs Minuten später folgte dann auch ein Platzverweis (gelb-rot) für Gäste-Spieler Mathias Knecht, der durch übermotiviertes Einsteigen in den Blickfeld des Schiris geriet. Am schlimmsten kam es dann für den Wittichenauer Dirk Schneider in der 73. Minute: Seine Nerven lagen blank. Er musste wegen Schiedsrichterbeleidigung mit Rot vom Platz.
Trotz des Überzahlspiels schaffte der FC Lausitz den Ausgleichstreffer nicht. Die beste Gelegenheit hatte Mike Ssykor in der 80. Minute, als er das Tor auf dem Fuß hatte, aber die Chance vergab.
Vier Minuten später nutzte schließlich Sebastian Lange eine Unaufmerksamkeit des wieder aktivierten Thomas Schmidt und schoss in der 84. Minute zum für die Wittichenauer Gäste umjubelten 0:2-Siegtreffer.
Fazit des Hoyerswerdaer Trainers Waldemar Adamowicz: „Die Wittichenauer haben verdient den Sieg mit nach Hause genommen. Die Ausfälle von Marcel Weckwerth und Mathias Mark waren einfach nicht auszugleichen, das machte sich immer bemerkbar.“
Gäste-Trainer Andreas Graf: „Die Mannschaft zeigte Moral und ging verdient als Sieger vom Platz.“

Hoyerswerda: Reiche (Mroß, 47.), Schmidt, Liebsch (Wussow, 65.), Marcel Mark (gelb-rot, 60.), Knauer, Knippa (Schuldt, 65.), Groß, Lupp, Pasbrig, Petko, Ssykor.
Wittichenau: Caspar, Schneider (73. rot), Kochta, Mark, Pelz, Noack (Korch, 82.), Lange (Kupke, 86.), Knecht (gelb-rot, 66.), Bulang, Winter (Wersch, 67.).