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| 18:25 Uhr

Immer mehr Besucher für Hoyerswerdaer Touristinfo
Drei Damen fürs Seenland

Diese drei Damen beraten die Gäste in der Hoyerswerdaer Touristinfo: Ulrike Haselbauer, Anja Heeger und Leiterin Laura Schmidt (v.l.). Vor Ort gibt es neben Infomaterial zum Seenland auch etliche Souvenirs. In der kommenden Woche soll das neue Seenland-Magazin erscheinen.
Diese drei Damen beraten die Gäste in der Hoyerswerdaer Touristinfo: Ulrike Haselbauer, Anja Heeger und Leiterin Laura Schmidt (v.l.). Vor Ort gibt es neben Infomaterial zum Seenland auch etliche Souvenirs. In der kommenden Woche soll das neue Seenland-Magazin erscheinen. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Mit der Eröffnung der Braugasse hat auch die Touristinfo in Hoyerswerda endlich eine Heimstatt gefunden, die auch für Gäste attraktiv ist. Das zahlt sich jetzt schon aus. Die Touristinfo verzeichnet ein stetig wachsendes Besucherinteresse. Jetzt gibt es zudem auch noch mehr Angebote. Von Sascha Klein

Diese drei Damen sind für viele Seenland-Touristen und Hoyerswerda-Interessierte die Nummer eins, wenn es darum geht, Infos über die Region zu bekommen: Laura Schmidt, Anja Heeger und Ulrike Haselbauer arbeiten in der Touristinfo im Hoyerswerdaer Bürgerzentrum Braugasse für den Tourismusverband Lausitzer Seenland und die gesamte Region. Ein Jahr ist die Touristinfo nun unter dem Dach des Tourismusverbands und hat im Herzen der Hoyerswerdaer Altstadt ein Zuhause gefunden.

Die Zahlen bestätigen den Positivtrend: Rund 11 000 Personen haben die drei Damen – eine vierte ist zurzeit in Elternzeit – im Jahr 2017 aufgesucht. Im Vergleich zum Jahr 2015, als die Touristinfo noch in der Schlossergasse ansässig war, ist das ein Besucherplus von gut 3000. Zum Vergleich: In Senftenberg nutzen jährlich 60 000 Menschen die Touristinfo.

„Wir sind an unserem Standort jetzt gut etabliert“, sagt Leiterin Laura Schmidt. Wonach die Gäste am meisten fragen? Zunächst einmal nach Hoyerswerda, sagt Laura Schmidt, aber vor allem auch nach Möglichkeiten zum Radfahren im Seenland und den dazu passenden Radwanderkarten. Durch die diversen bergbaubedingten Sperrungen ist ein Geheimtipp nicht immer ganz einfach. Doch die Karten sind auf dem aktuellst möglichen Stand, erklärt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Lausitzer Seenland. Gemeinsam mit der Firma Sachsen Kartographie aus Radeburg entstehe jedes Jahr eine neue Radwanderkarte. Spontane Sperrungen werden auf der Seenland-Homepage vermerkt. Ebenso nachgefragt wird Brigitte Reimann. In diesem Jahr – durch den Gundermann-Film und Gundermanns 20. Todestag – erwartet Laura Schmidt auch eine steigende Nachfrage nach „Gundi“. Speziell bei diesem Thema ist die Touristinfo in der Braugasse bestens aufgehoben.

Nach dem ersten Jahr der Findung will die Touristinfo nun mehr Produkte entwickeln und anbieten. Kathrin Winkler nennt das „Bedarfe wecken“. So gibt es unter anderem drei Architekturführungen mit Dorit Baumeister am 4. Mai, 1. Juni und 3. August, wo auf verschiedene Gebäude und Baustile eingegangen wird. Zudem werden zwei Hoyerswerda-Touren per Fahrrad stattfinden. Ein Gästeführer tritt mit Interessierten am 22. Juli und 12. August in die Pedale.

Noch weisen nur wenige Dinge wie Anstecker und das Programmheft auf den 750. Stadtgeburtstag Hoyerswerdas hin. Die Touristinfo will jedoch ganzjährig für das Jubiläum werben. Demnächst sollen auch einige Geschenkartikel mit 750-Jahre-Aufdruck angeboten werden.

Für das Lausitzer Seenland geht die Saison zwar noch nicht los, für den Tourismusverband jedoch die Zeit, national bei Messen auf sich aufmerksam zu machen. Für Geschäftsführerin Kathrin Winkler ist Ende Januar der entscheidende Punkt: Dann findet in Dresden vom 26. bis 28. Januar die Reisemesse statt – ein erster wichtiger Termin, um für das Seenland zu werben. Bis dahin soll das neue Seenland-Magazin vorliegen. In diesem Jahr haben die Verantwortlichen 180 000 Stück drucken lassen, gut doppelt so viel wie sonst. Hintergrund: Einerseits soll das Seenland mehr beworben werden, andererseits ist mit der Niederlausitz auch die Region um Guben und Forst zum Tourismusverband gestoßen.

Fürs breite Publikum wird der 28. und 29. April interessant. Dann finden die Seenland-Tage statt. Dort präsentieren sich viele Anbieter. Die zentrale Veranstaltung wird es in diesem Jahr in Klein Partwitz geben, so Kathrin Winkler. Ziel ist, dass möglichst viele Akteure von Lauchhammer bis Boxberg den Gästen präsentieren, was sie drauf haben. Angebote von Veranstaltern sammelt der Tourismusverband bis Ende Januar.

Weshalb der Tourismusverband interessiert ist, die Touristinfos zu führen? „Damit haben wir das Ohr am Gast und wissen genau, was nachgefragt wird und welche Produkte wir auf den Markt bringen können“, sagt Kathrin Winkler.