ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:38 Uhr

Draisine-Rundfahrten ab sofort wieder im Angebot

Jugendfeuerwehr Weißkollm und Frank Arnold (Mitte) auf der Draisine.
Jugendfeuerwehr Weißkollm und Frank Arnold (Mitte) auf der Draisine. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Knappenrode. Viele Familien und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Weißkollm haben die Osterfeiertage für einen Besuch in der Energiefabrik Knappenrode genutzt. Katrin Demczenko / dcz1

In dem großen, von 1918 bis 1992 als Brikettfabrik genutzten backsteinernen Gebäude haben die jungen Feuerwehrleute von Museumsmitarbeiter Frank Arnold alle Abläufe der Brikettproduktion erklärt bekommen. Das angefahrene mächtige Schwungrad einer Presse und die eingespielten Produktionsgeräusche der ganzen Fabrik gaben ihnen eine Ahnung davon, wie es früher hier war. Nach dieser Demonstration führte sie der Museumsmitarbeiter zum früheren Betriebsbahnhof auf dem Freigelände, von wo die Briketts verschickt worden sind. Dort beginnt heute die Draisine-Rundfahrt, die jeder absolvieren kann. Seit Gründonnerstag sind die 20-minütige Schnuppertour oder die große 2,6 Kilometer-Runde wieder möglich, sagt Arnold. "Für die lange Tour müssen sich die Besucher eine Woche vorher anmelden."

Die Fahrt mit der Handhebeldraisine war für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Weißkollm der Höhepunkt, denn sie selbst durften das 1817 von Freiherr Drais von Sauerbronn erfundene Schienenfahrzeug per Muskelkraft bewegen. "So einen Ausflug ins Blaue machen wir jedes Jahr", so der Jugendfeuerwehrwart Hubert Hatwig. Die Energiefabrik als Ziel passe auch gut in den Ausbildungsplan, der gerade Brandklassen und den Umgang mit Gefahrstoffen beinhaltet. Wer sich nicht für die Draisine interessierte, sondern neben einer Besichtigung des Geländes Ostereier bemalen wollte, war am Karfreitag in der Energiefabrik richtig. Zwei Mitarbeiterinnen stellten erstmals die sorbische Wachsbossiertechnik vor. Bei Karolin Hirschhauer aus Hoyerswerda wurden gefärbte Eier mit buntem Wachs verziert. Kathrin Kubitz aus Bayern bemalte bunte Eier, wie sie es als Kind in Hoyerswerda erlernt hatte. Es ist ihr wichtig, diese Tradition an ihren kleinen Sohn weiterzugeben.