Elke Rudolph, die über Jahre regelmäßig im Fitnessstudio war, eignete sich in Eigenregie Trainer-Fähigkeiten an. Inzwischen führt die 47-Jährige wöchentlich die Regie, wenn sich die vierzehn Frauen treffen. Ihr Programm ist stramm: 20 Minuten aufwärmen, 20 Minuten Muskeltraining für Bauch und Beine. Danach werden die Schrittfolgen für die Auftritte trainiert. „Schließlich wollen wir nicht immer das selbe tanzen“ , sagt Elke Rudolph. Damit es voran geht, engagieren die Frauen vor ihren Auftritten eine Übungsleiterin. „Wir wollen uns eben steigern“ , sagt Ute Köhler.
Doch auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen, betonen die beiden Frauen. „Denn das Wichtigste ist ja die Freude an der Bewegung.“ Und die haben die Frauen, wenn sie vor ihrer selbst gebauten Spiegelwand üben. „Den Spiegel habe ich trotz Skepsis durchgesetzt“ , erinnert sich Rudolph. Doch als erfahrene Aerobic-Tänzerin wusste sie, dass man sich vor allem dann verbessert, wenn man die eigenen Bewegungen beobachten kann. „Mittlerweile schätzen die Frauen das.“ Mit kritischen Blicken in den Spiegel kontrollieren die „Verrückten Moorhühner“ jeden ihrer Schritte.
Doch trotz allen Ehrgeizes: Für ein Schwätzchen am Rande ist immer Zeit. „Oft wird geschnattert und geschnattert - da muss ich dann manchmal eingreifen“ , erzählt Elke Rudolph und lacht. Denn für Privatgespräche ist nach dem Training oder beim gemeinsamen Bowlen Zeit. „Mittlerweile sind einige Freundschaften entstanden“ , freuen sich Elke Rudolph und Ute Köhler. Und weil es so viel Spaß macht, mit Freundinnen zu tanzen, ist sich Ute Köhler sicher: „Wir werden mit Sicherheit auch noch als Rentnerinnen hier stehen und tanzen.“

Hintergrund Landleben
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