Am Dienstag, 10. Dezember, lädt das Bautzener Steinhaus im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2019 zu einem Diskussionsabend ein. Unter dem Titel „Unsagbar – Was ist Hass? Was ist Meinung?“ widmen sich zwei Kurzfilme der Diskussionskultur in sozialen Medien. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Bestandteil der Auseinandersetzung

Die sozialen Medien sind mittlerweile fester Bestandteil der politischen Auseinandersetzungen in Deutschland und Ostsachsen geworden. Oft genug ist dabei zu beobachten, dass Beiträge in Kommentarspalten, zu Videobeiträgen oder Pressemitteilungen eine unsachgemäße Diskussion erzeugen, sich die Gesprächsparteien sogar voneinander zu entfernen scheinen, teilt Michael Lippold vom gastgebenden Verein mit. Von „Hasskommentaren“ hört und liest man allseits. Aber was sind Hasskommentare? Wo hört Meinung auf und wo fängt Hass an? Ist ein sachlicher Diskurs in den sozialen Medien notwendig? Wer kann davon profitieren? Wer profitiert gegebenenfalls von einer gesellschaftlichen Spaltung und einer aufgeheizten Diskussion?

Filme zum Einstieg

Diesen Fragen widmen sich die beiden Kurzfilme „Komm‘ in die Bewegung“ (13 Minuten) und „Hetze im Netz“ (13 Minuten) des Medienprojektes Wuppertal. Sie sollen Anstoß sein für eine konstruktive Diskussion aller Besucher.

Interview mit Konfliktforscher Prof. Andreas Zick „Wir müssen Hass als Affekt ernst nehmen“

Berlin

Moderiert und begleitet werden die Diskussionen nach den beiden Filmen von Andreas Tietze. Vormals bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, jetzt bei Aktion Zivilcourage engagiert, begleitet der erfahrene Moderator Bürgerversammlungen in ganz Sachsen, leitet Workshops für Schulklassen und unterstützt Bürger im Freistaat in der Verständigung innerhalb der Zivilgesellschaft.

Nach der Diskussion bietet das Steinhaus Raum und Zeit für weitere Gespräche. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Reservierung ist per E-Mail an marie.melzer@steinhaus-bautzen.de oder via Telefon unter 03591 5318075 möglich