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Dirk Rolka wird Chef der Lausitzhalle

Der neue Geschäftsführer der Lausitzhalle Dirk Rolka (rechts) und der unterlegene Mitbewerber Steffen Meyer.
Der neue Geschäftsführer der Lausitzhalle Dirk Rolka (rechts) und der unterlegene Mitbewerber Steffen Meyer. FOTO: des
Hoyerswerda. Zwei Personalentscheidungen hat der Hoyerswerdaer Stadtrat am gestrigen Dienstag gefällt. Arthur Kusber wird neuer Chef der Zookultur, Stadtratsmitglied Dirk Rolka führt ab dem 15. April die Geschäfte der Lausitzhalle Daniel Schauff

"Wo geht es jetzt hier raus?", fragt Steffen Meyer nach der Wahl. Der gebürtige Dresdner war einer der zwei Bewerber um den Chefposten bei der Lausitzhalle. Elf Stadträte haben für ihn gestimmt, die übrigen 18 für seinen Mitbewerber Dirk Rolka. Rolka ist im Stadtrat Sprecher der CDU / FDP-Fraktion, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur SBE Entertainment Group und einer Auto- und Schiffswerkstatt in Hoyerswerda. Der in München arbeitende Meyer hat geahnt, dass er wenig Chancen gegen ein Hoyerswerdaer Urgestein und Stadtratsmitglied haben würde. Für ihn geht es zurück nach München, für Rolka beginnt ab dem 15. April, zwei Wochen später als ursprünglich geplant, die Arbeit in der Lausitzhalle. Vorgenommen hat sich Rolka viel, gemessen an der "kurzen" Vorstellung, die Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) unterbrechen muss. Dass er aber die "kulturellen Errungenschaften" wie etwa den Teschenmarkt oder das Stadtfest erhalten, weitere eigene Veranstaltungen entwickeln, die Lausitzhalle für Weihnachtsfeiern öffnen und auch bauliche Änderungen wie den Einbau eines Fahrstuhls oder die Verbesserung der Energieeffizienz vornehmen will, konnte er ausführen. "Ich brenne für die Stelle", erklärte Rolka.

Wenig Überraschungen gab es bei der Zookultur. Der derzeitige Finanzleiter und Prokurist der Zookultur, Arthur Kusber, war mit Empfehlung des Aufsichtsrats gekommen und wird ab April die Stelle des Geschäftsführers von Carmen Lötsch übernehmen. Bereits seit 2009 arbeitet der 37-jährige Familienvater aus Bautzen für die Zookultur, damals noch städtischer Eigenbetrieb Kultur und Bildung; als Finanzleiter, stellvertretender Direktor und Prokurist. Seit der Gründung hat Kusber die Zookultur begleitet, will für Kontinuität sorgen. 28 von 29 Stadträten stimmten der Berufung Kusbers zu, eine Enthaltung gab es in der CDU / FDP-Fraktion.

Kritik gab es vor allem aus den Reihen der SPD von Uwe Blazejczyk. Nicht an den neuen Chef der Zookultur, sondern daran, dass dieser sich den Fraktionen vor der Stadtratssitzung nicht - so wie Rolka und Meyer - vorgestellt habe. "Ich freue mich auf Einladungen", antwortete Kusber.