Von Sascha Klein

Das Gute zuerst: Die Zahlen der Verkehrsunfälle im Revierbereich Hoyerswerda sind weiterhin rückläufig. Am Montag haben Polizei und Stadtverwaltung Hoyerswerda die Statistik für das Jahr 2017 bekanntgegeben. Die Anzahl der Verkehrsunfälle im gesamten Revierbereich ist im Vergleich zu 2016 um 3,3 Prozent gesunken. 1931-mal hat es im Jahr 2016 zwischen Elsterheide und Königswartha, Wiednitz und Lohsa gekracht.

Am Häufigsten kracht es allerdings im Bereich der Stadt Hoyerswerda: 51,78 Prozent der Unfälle finden in der Stadt und ihren Ortsteilen statt, insgesamt 998. Polizeirevierleiter Tobias Hilbert ist jedoch zufrieden, dass die Unfallzahlen auch in der Stadt Hoyerswerda nach einem Hoch im vergangenen Jahr wieder rückläufig sind.

Laut der Statistik gibt es zwei Unfalltypen, die in Hoyerswerda sehr häufig sind: den von der Polizei „Fahrunfall“ genannten Zusammenstoß mit 126 Fällen und das Einbiegen oder Kreuzen mit 122 Fällen. Beim „Fahrunfall“ handelt es sich um einen Unfall, bei dem der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und zum Beispiel mit einem Baum zusammenstößt. Es kann sich aber auch um einen Unfall mit einem anderen Auto handeln. 117-mal verzeichnet die Polizeistatistik einen „Unfall im Längsverkehr“, das sind zum Beispiel Frontalkollisionen und Auffahrunfälle.

998 Unfälle im Jahr 2017 in Hoyerswerda: Dabei sind 1866 Menschen beteiligt gewesen. 126 von ihnen sind dabei schwer verletzt (23) oder leicht verletzt (123) worden. Zwei Personen sind bei den jeweiligen Zusammenstößen ums Leben gekommen. Das bedeutet: 6,8 Prozent aller Unfallbeteiligten sind verletzt worden.

Die Verkehrsunfallkommission in Hoyerswerda hat zudem Trends ausgemacht, an welchen Ecken der Stadt es häufiger knallt und wo es häufiger Verletzte gibt. Eine solcher Knotenpunkt ist die Kreuzung Südstraße / Bautzener Allee / Haltepunkt Neustadt. Dort ist das Problem, dass Radler aus Richtung Elster kommend immer wieder auf der falschen Seite die Straße queren. Das heißt: Es kracht immer wieder an der Ecke Bautzener Allee / Südstraße, weil Autofahrer Radler aus dieser Richtung nicht erwarten. Was die Stadtverwaltung machen will: Es soll dort eine deutlichere Beschilderung geben. Die Radwege für beide Richtungen auszuschildern sei nicht möglich, sagt Fachgruppenleiter Götz Gleiche. Dafür sei der vorhandene Radweg zu schmal.

Anderer Fall: die Kreuzung am Congress-Hotel (Bautzener Allee / Weinert-Straße / Külzstraße) in der Neustadt. Dort gibt es laut Gleiche seit Jahren eine Unfallhäufung, obwohl die Kreuzung groß genug und gut einzusehen ist. Was die Stadtverwaltung machen will: Sie will die Lichtverhältnisse überprüfen. Womöglich ist es dort in den Morgen- und Abendstunden zu dunkel und Autofahrer sehen Radler und Fußgänger zu spät. Denn: Um Kosten zu sparen, dimmt die Stadtverwaltung die Straßenlaternen.