Wie Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) bestätigte, haben sich die Stadträte in nicht öffentlicher Sitzung bereits darauf geeinigt. Im Frühjahr diesen Jahres werde der Stein, wie von der Denkmal-Kommission empfohlen, auf den Friedhof versetzt. Dort komplettiere er den Pfad des Gedenkens, der Denkmäler von Krieg und Gewalt verbindet. Anstelle der Kanitz-Erinnerungstafel soll das Denkmal auf dem Kohlestauplatz den Standort Ecke Waldhausstraße/Muskauer Straße einnehmen, wie Pötzsch weiter erklärt. Erst im vergangenen Jahr wurde er mit Sockel, Zaun und Kiesbett gestaltet. Der Oberbürgermeister rechtfertigte in diesem Zusammenhang die Entscheidung, den Kanitz-Stein in der Waldhausstraße platziert zu haben. Zwei Mal sei der Standort von der Denkmal-Kommission im Sozialausschuss vorgestellt worden. Stadträte jeder Fraktion hätten somit Gelegenheit gehabt, rechtzeitig Einwände vorzubringen. Im Stadtrat könne nicht über jedes Denkmal entscheiden werden. Damit spielte Pötzsch auf die Kritik Bernhard Waldaus (CDU) an, der eine Diskussion im Stadtrat über den Standort für die Kanitz-Tafel gefordert hatte.