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| 17:49 Uhr

Einschulung in Hoyerswerda
Die Schule kann kommen

 Rosa Einhörner und schwarze Panther sind bei den Schulranzen die Renner. Manche Motive lassen sich auch magnetisch entfernen und gegen andere austauschen – falls sich irgendwann der Geschmack ändert.
Rosa Einhörner und schwarze Panther sind bei den Schulranzen die Renner. Manche Motive lassen sich auch magnetisch entfernen und gegen andere austauschen – falls sich irgendwann der Geschmack ändert. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Am Sonnabend in zwei Wochen werden 240 Erstklässler in Hoyerswerda eingeschult. Von Rita Seyfert

Für 125 Mädchen und 114 Jungen beginnt am 17. August in Hoyerswerda der „Ernst des Lebens“. Wie aus den aktuellen Zahlen der Stadt hervorgeht, bekommen vier Grundschulen damit so viele Erstklässler wie seit zehn Jahren nicht mehr. 2010 wurden 206 Schüler eingeschult, 2012 sogar nur 171.

Die meisten Kinder starten in der Grundschule „Lindenschule“. 75 Schüler, davon 39 Jungen und 36 Mädchen, werden dort auf drei Klassen verteilt. Auch die Grundschule am Adler „Handrij Zeijler“ schickt drei erste Klassen ins Rennen. Insgesamt 63 Schüler, davon 21 Jungen und 41 Mädchen, werden dort eingeschult.

Im Vergleich dazu eröffnet die Grundschule „An der Elster“ nur zwei erste Klassen. Die Mädchen und Jungen der insgesamt 52 Schüler halten sich hier mit je 26 Kindern die Waage. Auch die Grundschule „Am Park“ richtet zwei erste Klassen ein. Insgesamt 50 Schüler, davon 28 Jungen und 22 Mädchen, werden hier ab Mitte August die Schulbank drücken.

Die meisten Abc-Schützen dürften längst gewappnet sein und ihre Schulranzen gepackt bereitstehen. Jens Kloss (62), Chef vom Bürotreff Kloss am Markt in Hoyerswerdas Altstadt: „Jetzt kommen nur noch die Nachzügler, die alles auf den letzten Drücker erledigen“, sagt er.

Wichtig beim Kauf sei, dass sich das Kind seinen Ranzen selber aussucht. Schließlich trägt die Schulmappe wesentlich zur Motivation bei. Gefällt sie nicht, dann geht das Kind möglicherweise auch nicht so gerne zur Schule.

 Kleine Kunstwerke! Sie blinken, tuten und glitzern: Bürotreff-Chef Jens Kloss (62) kennt die Trends bei den Zuckertüten.
Kleine Kunstwerke! Sie blinken, tuten und glitzern: Bürotreff-Chef Jens Kloss (62) kennt die Trends bei den Zuckertüten. FOTO: LR / Rita Seyfert

Schön, cool und stylisch muss der Ranzen also sein – und möglichst das Lieblingsmotiv tragen. „Bei den Mädchen sind die rosa Schmetterlinge die Renner“, sagt der Ranzen-Experte. Die Jungen favorisieren eher Trecker, Fußbälle und Feuerwehren.

„An einigen Ranzen lassen sich die Motive inzwischen magnetisch fixieren“, erklärt Jens Kloss. Ein Vorteil, denn so können die Glitzer-Einhörner später beispielsweise gegen Ponys, die dann vielleicht eher gefallen, getauscht werden. Schließlich kann sich der Geschmack bis zur vierten Klasse noch ändern.

Fragt man nicht die Kinder, sondern Eltern, Pädagogen und Orthopäden, dann stehen die ergonomischen und praktischen Aspekte an erster Stelle. Maximal 1200 Gramm leicht, in der Höhe verstellbar und mit fluoreszierenden, im Dunklen leuchtenden Streifen soll der Ranzen ausgestattet sein.

Damit die Kinder morgens sicher zur Schule gelangen, setzt die Verkehrswacht wieder Schülerlotsen ein. Die Helfer in den Warnwesten stehen punktuell an drei Verkehrsschwerpunkten. Für die Abc-Schützen der Grundschule An der Elster sind die Schülerlotsen sowohl in der Röntgenstraße und Einsteinstraße im Einsatz, und für die Kinder auf dem Weg zur „Parkschule“ stoppen sie die Autos in der Schulstraße.

Von „Elterntaxis“ bitten die Schulen abzusehen. Das Deutsche Kinderhilfswerk empfiehlt, gemeinsam mit anderen Kindern oder Eltern Laufgemeinschaften zu bilden.