| 02:40 Uhr

Die Retter sind am Werk

Cornelia Schnippa erhält das alte Blockholzhaus.
Cornelia Schnippa erhält das alte Blockholzhaus. FOTO: str1
Lieske/Tätzschwitz. Die Rettung des Liesker Schrotholz-Wohnhauses, das eine Sensation dorfbaulichen Denkmalschutzes am Sedlitzer See ist, ist angelaufen. Zimmermeister Edelbert Niedan aus Krieschow bei Cottbus, ein ausgewiesener Experte des alten Handwerks, hat die Balken des Oberlausitzer Blockhauses gesichert. Kathleen Weser

"Wir haben eine Haushälfte komplett abgetragen", bestätigt der Handwerker. Das Gebäude, das Seenland-Gästeführerin Cornelia Schnippa aus Tätzschwitz wieder aufbauen und nutzbar machen will, soll gut 300 Jahre alt sein. Fest steht: In Südbrandenburg ist es einmalig. Deshalb hat die Stiftung Denkmalschutz zu einer Spendenaktion für das Denkmal in Not aufgerufen, mit guter Resonanz.

Die Holzbalken sind gesichert und nummeriert. Jetzt geht der Maurer ans Werk, um das Fundament des Holzblockhauses vor allem vor Nässe sicher neu zu gründen. Dann wird die Haushälfte ab Ende Oktober vom Zimmermeister wieder aufgebaut. "Gut 70 Prozent der Balken müssen ausgetauscht werden", sagt Edelbert Niedan. Neben den Wetterunbilden und einer maroden Dachentwässerung hat auch das Ungeziefer dem Holz stark zugesetzt. Die Rekonstruktion des Denkmals erfolgt ausschließlich an Ort und Stelle. "Das ist keine Werkstattarbeit", bestätigt der Handwerker, den das alte Haus besonders reizt. Die Gebäudehälfte, die nicht abgetragen wurde, soll im nächsten Jahr im Bestand saniert werden. Dafür aber muss die Spendenkasse auch noch kräftiger klingeln. Denn selbst der Eigenanteil zur ländlichen Förderung ist hoch und von der Eigentümerfamilie nicht zu stemmen.