Auch Hannes Reinhold aus Bernsdorf hat sich mit diesem Thema beschäftigt. Sein Gedicht handelt vom Fallen eines Blattes. Es beginnt mit den Zeilen: „Rotbräune schmeichelt sich an des Geästes Nervenbahn.“ Für seine Werke benötige er in der Regel weniger als zwei Stunden. „Gedichte schreibe ich, weil sie einfach kompakter sind. Man hat einfach nicht genug Platz, um seitenweise Gedanken unterzubringen“ , begründet er.
Kristin Trentzsch aus Bluno hat sich auch dem Thema Abschied gewidmet. Sie habe den Schmerz über den Tod ihres Großvaters in den Strophen verarbeitet und Erinnerungen an die gemeinsamen Stunden mit ihm eingebaut. „Auf den Wettbewerb hat mich ein Freund aufmerksam gemacht“ , sagt sie.
Die Geschichte von Sebastian Kastenholz aus Tätzschwitz beschreibt einen Tag im Leben von Wilhelm Deutscher. Wilhelm Deutscher sei ein Manager, der gleichzeitig Karriere und eine Familie haben möchte. Die Geschichte habe er ausschließlich für den Wettbewerb geschrieben. „Auf die Idee hat mich meine Geschichtslehrerin gebracht“ , sagt der Schüler.
In dem Gedicht, das der Hoyerswerdaer Paul Mank in Kamenz abgegeben hat, bittet er seine Ex-Freundin, die Freundschaft mit ihm aufrecht zu halten. Sie habe das Gedicht sogar gelesen und ihm die Freundschaft zugesagt, erzählt Paul. Für seine Zeilen ließe er sich von Strophen aus Musiktiteln inspirieren, die er anschließend zu einem Gedicht ausbaue. Bei dem Wettbewerb sei er zum zweiten Mal dabei. Zu seinem bisherigen literarischen Schaffen zählten bereits 40 bis 50 Gedichte sowie einige Kurzgeschichten. Auch ein Buch mit biographischem Inhalt sei bereits in Arbeit.
Nach dem Unterricht wollen die vier Gymnasiasten heute zum Museum nach Kamenz fahren, um dort mit den anderen Wettbewerbsteilnehmern bei der Verkündung der Preisträger dabei zu sein. (mat)