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Die Region Ostsachsen zeigt ihr Potenzial

Auch am Stand der Glasmacherstadt Weißwasser herrschte oft Hochbetrieb wie Simone Linke (sinks) von der Touristinformation auch bei besuch der Kroatische Gruppe feststellte. Bereits nach dem ersten Messetag musste sie neues Informations-Material nachordern.
Auch am Stand der Glasmacherstadt Weißwasser herrschte oft Hochbetrieb wie Simone Linke (sinks) von der Touristinformation auch bei besuch der Kroatische Gruppe feststellte. Bereits nach dem ersten Messetag musste sie neues Informations-Material nachordern. FOTO: Ulrike Herzger/uhz1
Kamenz. Initiativ und ideenreich haben die mehr als 250 Aussteller der regionalen Wirtschaftsmesse WIR mehr als 10 000 Besucher über drei Tage in die Ewag- und Regio-Bushallen gelockt. Dabei kam vor allem der immer wieder gelungene Branchenmix an. Ulrike Herzger / uhz1

. Unter dem Aspekt der frühlingshaften Aufbruchsstimmung könne auch die Messe mit den von ihr ausgehenden Impulsen gesehen werden. Das unterstrich Landrat Michael Harig (CDU) zur Eröffnung. Die Messe spiegele die gute wirtschaftliche Basis im Landkreis anhand von beeindruckenden Zahlen. Denn obwohl dieser rund 200 000 Einwohner weniger habe als die Stadt Dresden, liege das Bruttosozialprodukt aller Unternehmen, die mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen, über der Landeshauptstadt. Das sei in erster Linie dem unternehmerischen Willen der Betriebsleitungen zuzuschreiben sei, die zugleich ihre Mitarbeiter zu motivieren verstünden. Erfreulicherweise habe sich auch die Arbeitslosenzahl im Kreis verringert, so der Landrat.

Für weiterhin regionalen wirtschaftlichen Erfolg brauche es vor allem gut ausgebildetes Fachpersonal. Darüber, dass diesbezüglicher Nachwuchs den Unternehmen sehr am Herzen liegt, informierte der Wittichenauer Augenoptikermeister Roland Homola, der sich als Vorstandsmitglied der Dresdener Handwerkskammer zum Auftakt an die Zuhörer wandte und von rund 70 Unternehmen sprach, die gezielt Ausbildungsmöglichkeiten anboten. "Die Aussichten, eine Berufsausbildung mit anschließend sicherem Arbeitsplatz zu bekommen, sind sehr groß. Im gesamten Kammerbezirk Dresden waren es zuletzt über 800 Lehrstellen, die leider unbesetzt blieben.

Daher gibt es keinen Grund, die Region zu verlassen", unterstrich Homola an die jungen Leute gewandt. Er verwies auf eine Kampagne, mit der das Handwerk um Azubis wirbt: "Wir treiben diesen Aufwand, weil wir junge Menschen brauchen, um die Qualität im Handwerk zu sichern. Ohne Nachwuchs, stirbt das Handwerk", betonte er. Das Handwerk sei nicht nur innovativ, sondern biete ebenso Fort- und Weiterbildung sowie Entwicklungsmöglichkeiten "vom Gesellen zum Meister, vom Meister zum Chef im vielleicht gar eigenen Unternehmen". Gleichzeitig hob er hervor: "Der Meistertitel ist ein Qualitätssiegel. Es dient dem Verbraucherschutz!"

Auch Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs (SPD) bezeichnete die in Deutschland praktizierte duale Ausbildung in Betrieb und Schule als beispielhaft. Es habe sich zu einem echten Exportschlager in Europa entwickelt, weil dieser Bildungsweg gerade für Jugendliche in Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit attraktiv sei. "Deshalb bekennt sich unsere sächsische Staatsregierung für die weitere Ausbildungsförderung. Und sagt ,ja' zum Meisterbrief", so Brangs.