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| 02:45 Uhr

Die Region geht durch den Magen

Kostproben von Geschäftsführer Stefan Glaab in der Brauerei.
Kostproben von Geschäftsführer Stefan Glaab in der Brauerei. FOTO: ssr
Wittichenau. Wenn Jutta Thiele in Hoyerswerda auf den Markt geht, achtet sie auf Produkte aus der Region: "Warum sollte ich Sachen von weit her kaufen. Mir ist es wichtig, die regionale Wirtschaft zu stärken. Sven Scheffler

" Zudem vertraut sie auf die Qualität einheimischer Lebensmittel. "Alles geht zwar nicht regional, aber der Käse aus der Region beispielsweise schmeckt mir auch am besten und ich weiß, wo er herkommt", sagt sie. Zusammen mit vielen anderen Gästen ist sie am Tag des Bieres zum Frühschoppen in die Stadtbrauerei Wittichenau gekommen.

Hier gab es nicht nur die zwölf Biersorten der Traditionsfirma zu kosten, auch die Firmeninitiative "Die Lausitz schmeckt" präsentierte regionale Produkte und die Region an sich. "Die Lausitz schmeckt" ist eine Initiative von 41 Unternehmen aus der Lausitz, die gemeinsam Werbung für sich und die Region machen wollen. "In erster Linie geht es darum, unsere Produkte in Verbindung mit der Region zu vermarkten und damit auch die Lausitz mit den Produkten aufzuwerten", sagt Sebastian Klotsche vom Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum, das die Initiative unterstützt. "Die Besonderheit bei uns ist, dass wir darauf achten, Betriebe anzusprechen, in denen der Chef die gesamte Palette der Produkte und Erzeuger noch überblickt", sagt Sebastian Klotsche.

Bei der Initiative mitmachen können darüber hinaus nur Unternehmen, die ihren Sitz in der Lausitz haben, ihre Rohstoffe von hier beziehen oder hier Flächen bewirtschaften. Die Stadtbrauerei Wittichenau ist bei der Initiative dabei, und Geschäftsführer Stefan Glaab zeigte bei der Brauereiführung den Weg von der warmen trüben Maische zum kühlen Blonden.

Ebenfalls als Vertreter regionaler Produkte nach Wittichenau gekommen waren Fleischermeister Gerhard Walde aus Räckelwitz, Tobias Kockert von den Krabat-Milchwelten Kotten und Imker Johannes Scholze aus Cunnewitz. Sie alle stellten ihre Produkte zur Verkostung und fanden dabei neue Kombinationen. "Der Käse schmeckt auch gut mit Honig", stellte Tobias Kockert fest und baute sein Sortiment neben dem Honig von Imker Scholze auf. Den Krabat-Käse konnten die Gäste auf Wunsch auch mit Honig probieren.

Fleischer Gerhard Walde sorgte für die Verpflegung beim Frühschoppen und gab Tipps für die anlaufende Grillsaison: "Ein Rindersteak sollte vier bis sechs Wochen reifen, erst dann in den Verkauf und auf den heißen Grill kommen." Drei Minuten von jeder Seite anbraten und danach noch einmal so lange drauf lassen, bis die gewünschte Garstufe erreicht ist. Auch Gerhard Walde setzt auf Lieferungen aus seiner Nähe: "Da weiß man, was man bekommt."