ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:16 Uhr

Hoyerswerda
Die neue, alte Schule nimmt Gestalt an

So soll die neue Oberschule von der Hofseite (oben) und von der Vorderseite aussehen. Oben nur in rot angedeutet: die drei eingeschossigen Pavillons.
So soll die neue Oberschule von der Hofseite (oben) und von der Vorderseite aussehen. Oben nur in rot angedeutet: die drei eingeschossigen Pavillons. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Bis Februar 2020 soll noch gewerkelt werden, dann geht der Schulbetrieb im alten Zuse-Gymnasium wieder los. Es wird Hoyerswerdas Oberschule. Bis dahin gibt es noch jede Menge zu bauen. Die Zukunft ist jedoch schon deutlich greifbar. Von Sascha Klein

Das alte Schulgebäude ist eingerüstet, auf dem Hof herrschen die Bauunternehmen und vom Neubau ist noch nicht mehr als die Baugrube zu sehen. Doch auf den Plänen ist die neue Hoyerswerdaer Oberschule im Wohnkomplex I längst fertig. Ein lang gezogener Bau mit jeder Menge Geschichte. Teils denkmalgeschützt ist der Altbau aus dem Jahr 1957 – aber laut Bauingenieur und Planer Thomas Gröbe ein Bau, den man besser kaum hätte planen können.

Bauingenieur und Planer Thomas Gröbe stellt die Aufteilung der neuen Oberschule Hoyerswerda vor. Zum Haus mit den drei Pavillons kommt der Anbau ganz links. Dort sollen Klassenräume und die Mensa entstehen.
Bauingenieur und Planer Thomas Gröbe stellt die Aufteilung der neuen Oberschule Hoyerswerda vor. Zum Haus mit den drei Pavillons kommt der Anbau ganz links. Dort sollen Klassenräume und die Mensa entstehen. FOTO: LR / Sascha Klein

Gröbe ist nun aber dafür da, den Um- und Neubau mitzuplanen. Diese Pläne hat er am Donnerstag in der Aula des alten Zuse-Gymnasiums vor knapp 20 Gästen vorgestellt. Konzipiert ist das Gebäude für bis zu 500 Schüler. Klar ist: alle Bereiche der neuen Oberschule werden zweigeschossig. Ausnahme: die Pavillons, die Aula und die Lehrküche. Sie sind und bleiben eingeschossig. In einem Pavillion wird das „produktive Lernen“ beheimatet sein. Diese Spezialdisziplin bringt die Oberschule „Am Stadtrand“ mit an den neuen Stadtort. Dort sollen Hauptschüler die Chance bekommen, ihren Abschluss zu machen. Dieses Projekt gibt es sachsenweit nur siebenmal.

Im mittleren Pavillon wird Werken und Hauswirtschaftsunterricht sowie der Nähmaschinenraum untergebracht. Im aus Sicht des Haupteingangs linken Pavillon entstehen normale Klassenräume. Schulleiter- und Lehrerzimmer sind im alten Hauptgebäude im Erdgeschoss untergebracht.

Die Ausmaße des Anbaus sind schon deutlich zu erkennen. Früher stand dort – allerdings deutlich kleiner – die alte Turnhalle. Das Gebäude rechts ist die Verbindung von Alt- und Neubau. Es wird aufgestockt.
Die Ausmaße des Anbaus sind schon deutlich zu erkennen. Früher stand dort – allerdings deutlich kleiner – die alte Turnhalle. Das Gebäude rechts ist die Verbindung von Alt- und Neubau. Es wird aufgestockt. FOTO: LR / Sascha Klein

Im Neubau sind sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss Lernlandschaften geplant. Das sind Klassen- und Aufenthaltsräume für jeweils eine Klassenstufe. Dazu soll es auch ein kleines Lehrerzimmer geben. Ziel ist, dass die einzelnen Klassenstufen nah beieinander untergebracht sind. Im Erdgeschoss des Neubaus entstehen Richtung Hof Mensa und Caféteria.

Die Mediathek ist im Obergeschoss – als Verbindung von Alt- und Neubau – vorgesehen. Sie ist Thomas Gröbe zufolge eher Mediathek denn Bibliothek. Dieser Teil sei großenteils auf neue Medien ausgerichtet. Wobei: Es soll auch noch Bücher geben. Im Obergeschoss des Altbaus sind weiterhin Fachkabinette für Biologie, Chemie, Physik und Physik/Elektrotechnik geplant.

Auf eine eigene Sporthalle müssen die Schüler vorerst verzichten. Eine neue Drei-Feld-Halle entsteht nach dem Ende des Schulbaus, laut Oberbürgermeister Stefan Skora womöglich in den Jahren 2020 bis 2022. Solange sollen die Schüler die nahe Jahnsporthalle (VBH-Arena) nutzen.