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| 15:33 Uhr

Unterhaltung
Die „Lustigen Weiber“ dürfen nicht fehlen

Beim Auftritt der „Lustigen Weiber“ blieb kein Augen trocken.
Beim Auftritt der „Lustigen Weiber“ blieb kein Augen trocken. FOTO: Anja Guhlan
Lauta-Dorf. Heimatklub richtet Heimat- und Stadtfest in Lauta aus. Höhepunkt war der unterhaltsame „Kessel Buntes“. Von Anja Guhlan

Die Organisatoren des Heimatklubs mit seinen derzeit 32 Mitgliedern und die Kameraden der Ortsfeuerwehr haben am vergangenen Samstag wieder allerhand auf die Beine gestellt. So feierten mehr als 300 Bewohner auf dem Dorfanger.

Eröffnet wurde das Heimatfest in Lauta-Dorf pünktlich durch Bürgermeister Frank Lehmann und den Heimatklub-Vorsitzenden Rainer Kühne. Da der Heimatklub in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, wurde besonders groß aufgefahren: Ob Musik von der Schalmeienkapelle Rohne, Programm von der IB-Kita West oder ein buntes Musikprogramm mit der Musikband „Banausen“.

Doch Eines durfte auf keinen Fall fehlen: Die „Lustigen Weiber“ aus Lauta-Dorf. Sie sorgten dieses Jahr mit einem „Kessel Buntes“ wieder für jede Menge Unterhaltung und Spaß. So zogen die sieben Damen Revue ihrer bisherigen Auftritte und gaben Rückblicke aus vergangenen Auftritten. Natürlich wieder charmant verpackt: So kamen zahlreiche Gratulanten zum hiesigen Fest. Ob tanzende Französinnen, trinkfeste Russen, pfiffige Schotten, die mutigen Feuerwehrmädels oder edle Hoheiten. „Die lustigen Weiber avancieren immer wieder zu den Stargästen während unseres Festes“, gibt Rainer Kühne zu. Sie verstehen es hervorragend, die Gäste zum Lachen zu bringen und zu begeistern.

Die sieben Laiendarstellerinnen haben ihren Auftritt wieder in vollen Zügen genossen, obwohl schon seit Februar eine Geschichte erdacht und geprobt wurde. „Uns gibt es jetzt seit etwa 12 Jahren und wir werden kein bisschen müde“, meint Annegret Feller, die Älteste im Bunde. Gefunden haben sich die Laiendarstellerinnen bei der gemeinsamen Weiberfastnacht im Jahr 2006, da kam die Idee für solch eine dufte Damen-Truppe auf, die mit ihren oft schrillen Requisiten nicht nur bei Heimatfesten, sondern auf Wunsch auch bei so manchem Geburtstag oder anderen Feierlichkeiten zu erleben sind.

„In diesem Jahr war es ein ganz schöner Umziehmarathon“, urteilt Jutta Krautz nach dem Auftritt. So haben Annegret Feller, Jutta Krautz, Elke Kurth, Siegrid Roeser, Heidrun Domsgen, Marina Wosnitza und Marion Lutibor ganz schön geschwitzt.

„Aber es hat wieder viel Gaudi gemacht“, fügt Jutta Krautz noch hinzu. Viel Zeit zum Proben bleibt der Weiber-Truppe immer nicht, da viele noch berufstätig sind. Auch die Generalprobe, die in der Regel zwei Tage vor dem Fest stattfindet, ist mächtig schief gelaufen. Dafür hat scheinbar beim Auftritt alles geklappt. „Naja und wenn, dann improvisieren wir eben. Im Improvisieren sind wir mittlerweile Profis“, lacht Annegret Feller, der auch die vielen schrillen Kostüme zu verdanken sind. „Oft ist es Annegret, die die Kostüme entwirft und schneidert“, meint Jutta Krautz. Das Bühnenbild entwerfen die Damen immer gemeinsam. Auch die Geschichte wird gemeinsam ersponnen. „Dabei fällt uns immer wieder was Neues ein“, wundert sich die 60-Jährige. Sie erinnern sich noch an vergangene Auftrittstitel: ein Dorf im Wandel der Zeit, Stadtkater sucht Dorfmietze, verrückte Fernsehshow oder eben das chaotische Familienfest aus dem vergangenen Jahr.

Neben dem Auftritt der „Lustigen Weiber“, konnten Besucher am Kilo-Sägen ihr Schätzungsvermögen, am Hau-den-Lukas ihre Kraft und beim Armbrustschießen der Schützengilde Lauta-Dorf ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Für die kleinen Besucher gab es ein Puppentheater, eine Zaubershow und eine Kinderdisco.

Rainer Kühne vom Heimatklub zeigt sich mit dem diesjährigen Fest zufrieden: „Das Wetter hat heute ja richtig gut mitgespielt. So lässt es sich gut feiern.“ Noch bis spät in die Abendstunden saßen die Bewohner und Gäste gemütlich beisammen, und es wurde zur Musik der Party-Express-Band getanzt.