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Die Krabat-Mühle eröffnet ihr "Haus des Müllers”

Hoyerswerda. Mit feinster sorbischer und regionaler Küche will das lang erwartete Restaurant das Anliegen des Erlebnishofes unterstreichen. cw

Die Krabat-Mühle in Schwarzkollm hat jetzt ein seit vielen Jahren verfolgtes Projekt zum Abschluss bringen können: Ab heute steht das "Haus des Müllers" für Gäste offen. In das mit den Backsteinen einer alten Schwarzkollmer Gaststätte errichtete Gebäude ist nun ebenfalls wieder ein Restaurant eingezogen. "Schon lange gibt es ja den Bedarf, im gastronomischen Bereich unser Angebot zu erweitern", sagt Krabat-Mühlen-Geschäftsführer Tobias Zschieschick. Doch das war schwer. Erst mit Hilfe einer großen Spende von der Lausitzer Seenland Stiftung - im April wurde ein 100 000 Euro-Scheck überreicht - war dieser letzte Schritt auch möglich. Für Heizung, Sanitär, Küche und Ausstattung im "Haus des Müllers" hat der Krabat-Mühlen-Verein insgesamt fast eine Viertelmillion Euro investieren müssen.

Nun ist alles fertig - und nun will das neue Restaurant mit einem gut durchdachten Konzept und feiner sorbischer, regionaler Küche durchstarten. Zunächst wird zum Mittagstisch geladen, ab 11. Juli ist dann auch abends geöffnet.

Ganz klar, Krabat-Tradition und sorbisches Brauchtum - also die Idee des Erlebnishofes - werden sich auch auf den Tellern der Gäste wiederfinden. "Und dies aber mit hohem Anspruch", sagt Andreas Vater, gastronomischer Leiter und Küchenchef im neuen "Haus des Müllers". Der 46-jährige gebürtige Franke ist in der Hoyerswerdaer Gastronomie-Szene kein Unbekannter. Bis vor ein paar Wochen leitete er die Küche des Restaurants "Molino" im Hotel "Zur Mühle".

Die sorbische Küche hat sich der leidenschaftliche Küchenchef ganz intensiv erarbeitet. Er wälzte mehr als 100 Jahre alte Kochbücher, die ihm sein Nachbar aus dem Sorbischen übersetzte. "Die sorbische Küche ist ein Mysterium und ganz zu unrecht etwas vergessen. Sie ist nahrhaft, schmackhaft und sehr gesund", sagt er. Natürlich stehen Tafelspitz in Meerrettichsoße auf der Karte, aber auch Teichelmauke und Gerichte mit Buchweizen, "der ausgesprochen gesund ist", so Andreas Vater. Alles bekommt noch eine eigene Note a la "Haus des Müllers" verpasst.