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Die kleinen Filmemacher vom Felixsee

Im Camp wurden filme gedreht und es wurde wie zu früheren Zeiten auf offenem Feuer gekocht.
Im Camp wurden filme gedreht und es wurde wie zu früheren Zeiten auf offenem Feuer gekocht. FOTO: mat
Bohsdorf. Seit Jahrzehnten erfreuen sich Kinder und Jugendliche aus der Region in Camps am Bohsdorfer Felixsee, die vom Bergschlösschen angeboten werden. 22 Mädchen und Jungen zwischen sieben und 15 Jahren aus Forst, Cottbus, Spremberg und Guben verlebten dort ihre letzte Ferienwoche. Martina Arlt

Enrico Schulze und Peggy Belka, die derzeit ihre Ausbildung zur Erzieherin beim Deutschen Erwachsenenbildungswerk in Cottbus absolviert, zeichneten sich für die interessante Camp-Gestaltung aus. "Mach- und Lach-Camp" lautete in diesem Jahr das Motto der Feriengestaltung.

Das vom Landkreis geförderte Camp sei jedes Jahr heiß begehrt, so Sabine Klauke vom Bergschlösschen, oft möchten auch die Geschwisterkinder unbedingt mit. "Die Handys werden in eine Schale gelegt und die Kinder verlangen auch nicht danach", beschreibt sie das Abschalten in dem naturnahen Domizil. Nur einmal wurden die Handys genutzt: zur Fotografie.

Es entstehen in diesen Tagen drei Filme mit drei unterschiedlichen Aspekten. Die Gegenüberstellung früher und heute zum Beispiel, oder wie ein Ball wie durch Zauberhand bewegt durch das Ferienobjekt rollt, oder ein Film, in dem das Drehbuch immer wieder neu umgeschrieben wird. Nachdem die Ferienkinder im vergangenen Jahr mit ihren Filmen sehr erfolgreich waren, möchten die Bohsdorfer Mädchen und Jungen auch diesmal beim sechsten JIM-Filmfestival in Potsdam ihre Ergebnisse einreichen. Um interessante Filme zu drehen, wurde Wäsche am Fluss gewaschen. Es wurde aber auch im Trattendorfer Konsum, im alten Bohsdorfer Saal "Zu den drei Linden" sowie in der Weskower Feuerwehr gedreht. Enrico Schulze trug mit seinem Spiel "Lego Friends" für große Begeisterung unter den Ferienkindern bei. Auch Kostüme brachte er aus seinem großen Fundus mit, hatte den Schminkkoffer im Gepäck, um die Filmszenen attraktiver zu gestalten. Außerdem gehörten Aktivitäten wie Baden am Felixsee, Nachtwanderung, Geocaching, Malen, Basteln sowie spielen in der Natur zu den beliebten Betätigungen der Ferienkinder.

"Doch ein bitterer Beigeschmack ist in diesem Jahr schon dabei", räumt Sabine Klauke ein mit Verweis auf die Diskussionen um die Zukunft des Ferienobjekts am Bohsdorfer Felixsee. "Das möchten wir auf keinen Fall so hinnehmen, dass diese Einrichtung geschlossen werden soll. Die Kinder sind schon jetzt unendlich traurig", sagt Sabine Klauke.

In den nächsten Tagen beginnt das Internationale Workcamp im Bohsdorfer Ferienobjekt. Es geht bis Mitte September.