| 02:40 Uhr

Die Jugendwehr steht im Fokus

Die Jugendwehr trainiert den Einsatzfall. Für Bernsdorf ist der Nachwuchs sehr wichtig.
Die Jugendwehr trainiert den Einsatzfall. Für Bernsdorf ist der Nachwuchs sehr wichtig. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Bernsdorf. Als die Bernsdorfer Feuerwehr sich und ihre Fahrzeugflotte am Samstag zum Tag der offenen Tür rund um die Feuerwache präsentierte – dazu gehören das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20, das große Tanklöschfahrzeug mit 4500 Litern Löschwasser an Bord und der Rüstwagen RW 1 mit Spreizer, Schneider, Winden und anderen modernen technischen Hilfsmitteln – zeigten sich Hunderte Bürger beeindruckt. Zu selten bekommt der normale Bürger sie so im Detail zu sehen und erklärt. Heinz Hirschfeld / hir1

"Und wenn doch, wie das im Juni beim Brand in der Bernsdorfer Pestalozzistraße der Fall war, treffen wir immer auf eine große Welle der Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung. Was genauso wichtig ist: Die Leute folgen unseren Anweisungen und behindern unsere Arbeit nicht", sagt Ortswehrleiter Uwe Weberbauer.

Die aktive Wehr in Bernsdorf besteht aus 42 Einsatzkräften, mit einem Durchschnittsalter von knapp unter 30 Jahren. Viele Kameraden arbeiten bei größeren Betrieben wie O-I Glasspack, Bauder, Maurer und dem Bauhof und können die Tagesschicht absichern.

Dazu kommt die Jugendfeuerwehr mit 15 Jungen und Mädchen. "Wenn wir auch gut aufgestellt sind, Luft dürfen wir da keine ranlassen. Das Leben lehrt, dass es tausenderlei triftige Gründe gibt, dass hoffnungsvolle Floriansjünger aus der Jugendfeuerwehr ihr Bernsdorf verlassen müssen. Wenn wir am Jahresende ein oder zwei 16-Jährige aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernehmen können, sind wir schon froh. Unser Jugendfeuerwehrwart und stellvertretender Gemeindewehrleiter Andreas Hentschel schafft es immer wieder, die Truppe zu motivieren", erzählt Weberbauer.

Der zwölfjährige Timo Duppka von der Jugendfeuerwehr gehört zu den Pokalgewinnern, die erst kürzlich beim Städtewettkampf im Bernsdorfer Waldbad den zweiten Platz erkämpften. "Solche, und auch Vergleichswettkämpfe mit anderen Jugendfeuerwehren, nehmen wir sehr ernst. Sie zeigen uns, wo wir stehen, und wo wir unsere Leistungen noch verbessern müssen", sagt er. Timo ist schon vier Jahre in der Jugendfeuerwehr. "Später möchte ich einmal zur Berufsfeuerwehr gehen", sagt er.

Uwe Weberbauer betont, dass Bernsdorf zu einer ortsfesten Landfunkstelle ausgebaut werden soll. "Auch wenn wir zurzeit das Modernste vom Modernen nutzen, so müssen wir trotzdem immer auf die allerneueste Einsatztechnik schielen. Dafür erarbeiten wir in der Feuerwehr einen Bedarfsplan." Der werde im Stadtrat beraten. "Unser Bürgermeister Harry Habel und die Stadträte besitzen genug Sachverstand, um einschätzen zu können, was von einer bestens ausgerüsteten Feuerwehr abhängt", sagt Weberbauer weiter.