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| 10:03 Uhr

"Die Gruppenarbeit tut einfach gut"

Die jungen Eltern basteln für die Kita Weihnachtsbäume.
Die jungen Eltern basteln für die Kita Weihnachtsbäume. FOTO: Lars Hartfelder
Hoyerswerda. In der Kindertagesstätte "Max und Moritz" treffen sich bereits seit mehr als einem Jahr wöchentlich Eltern, die sich gemeinsam für die Einrichtung engagieren. "Hinter dem Elterntreff verbirgt sich die Idee, die Kindertagesstätte zu öffnen und zu einem lebendigen Ort zu machen", erklärt Ramona Kaiser, Leiterin vom Familiennetzwerk Hoyerswerda, den Hintergrund des Projektes.

Die Kita solle nicht nur ein Ort zur Kindererziehung, sondern auch ein Treffpunkt für deren Eltern sein. Dabei gehe es vor allem darum, dass sich Menschen in ähnlichen Lebenssituationen kennen lernen und einander helfen. Die Mitglieder des wöchentlichen Elterntreffs in der Kita "Max und Moritz" sind überwiegend langzeitarbeitslos beziehungsweise Hausfrauen. Die Ideen für bestimmte Arbeiten entwickeln die Eltern selbst, auch die Motivation erfolgt gegenseitig. "Angefangen hat alles mit einem Kuchenbasar für die Tsunami-Opfer vergangenen Jahres", erinnert sich Kerstin Thiele. Damals hatten sich die jungen Eltern erstmals zusammengefunden. In den folgenden Monaten haben sich die Frauen und Männer immer wieder etwas für den Kindergarten einfallen lassen. Von dekorativen Herbstcollagen in den Fluren, über Lampions bis hin zu mit den Kindern gemeinsam gebastelten Muttertagsgeschenken. Im Sommer wurde mit interessierten Kindern ein Gemüse- und Blumenbeet gestaltet und gepflegt. "Der wöchentliche Treff ist für mich eine willkommene Abwechslung", erzählt Kati Bruhn. "Die Arbeit hier in der Gruppe macht großen Spaß", ergänzt sie. Dabei lerne sie, Verantwortung zu übernehmen und Selbstorganisation zu üben. Auch Jana Rautenberg, junge Mutter von zwei Kindern, freut sich immer auf den regelmäßigen Treff. "Hier brauche ich nicht alleine zu basteln, die Gruppenarbeit tut einfach gut", erzählt sie. Der Mittwoch als Treffpunkt sei ideal, um regelmäßig dabei zu sein, da sie zum Beispiel dienstags und donnerstags zum Arbeitsamt gehe oder andere Behördengänge erledige. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern sei dabei ein positiver Nebeneffekt. "Wir freuen uns immer, wenn neue Eltern dazustoßen", sagt Eiko Thiele Lars Hartfelder Der Kindergarten "Max und Moritz" in der Skadoer Straße ist eine Integrationseinrichtung, in der 120 Kinder betreut werden. 32 davon sind behindert. Insgesamt 25 Mitarbeiter kümmern sich um die Betreuung.