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| 14:30 Uhr

Freiwillige Feuerwehr
Verjüngungskur bei Burger Wehr

Michael Kranick (57, l.d) hat die Ortswehrleitung an Daniel Nowotnick (34) übergeben.
Michael Kranick (57, l.d) hat die Ortswehrleitung an Daniel Nowotnick (34) übergeben. FOTO: Anja Guhlan
Burg. Michael Kranick gibt nach 14 Jahren die Ortswehrleitung an Daniel Nowotnick ab. Von Anja Guhlan

14 Jahre lang hat Michael Kranick die  Ortsfeuerwehr in Burg mit ihren 18 aktiven Kameraden geleitet. Den Staffelstab hat der heute 57-Jährige, der im nächsten Jahr sein 40-jähriges Feuerwehrdienstjubiläum feiert,  in jüngere Hände gegeben – an seinen Stellvertreter Daniel Nowotnick.

„Eigentlich wollte ich diesen Posten schon vor fünf Jahren an Daniel abgeben. Aber damals bat mich Daniel noch um ein bisschen mehr Zeit, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Kranick. Es sei schwierig Menschen zu finden, die wirklich Verantwortung übernehmen wollen, sagt er weiter. In dem 34-jährigen Daniel Nowotnick hat Kranick aber einen Menschen gefunden, der dies gern tut.

Daniel Nowotnick hat mit 16 Jahren bei der Feuerwehr in Burg angefangen. Seit dem Jahr 2008 agiert er als Michaels Kranicks Stellvertreter. So war er dann auch bereit die Leitung zu übernehmen.   Michael Kranick fungiert seither nun als sein Stellvertreter, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.

„Wir wollen die Ortswehr kontinuierlich verjüngen“, sagt Daniel Nowotnick. Das fängt schon bei der Kidsfeuerwehr an. Kinder ab fünf Jahren werden auf spielerische Art und Weise an die Feuerwehr herangeführt. „Unsere Kinder- und Jugendabteilung wird derzeit immer größer. Aktuell haben wir fünf  Kinder in der Jugendfeuerwehr in Burg, davon sind zwei alleine in diesem Jahr neu dazu gekommen“, erzählt Nowotnick  stolz. Auch kann die Wehr aus der Jugendabteilung immer mal wieder aktive Kameraden für die Einsätze gewinnen.

Michael Kranick würde es positiv finden, wenn in fünf Jahren zur nächsten Wahlperiode auch ein jüngerer Kamerad seinen Stellvertreter-Posten übernehmen würde. „Die Wehr sehe ich auch bei den Jüngeren in guten Händen“, sagt er. Bisher habe Daniel Nowotnick gemeinsam mit den aktiven Kameraden alles gut im Griff. Sorgen  bestehen wie bei fast allen Wehren in der Tageseinsatzbereitschaft. Zudem warte die Wehr noch sehnsüchtig auf ein neues Einsatzfahrzeug. Das alte hat gut 26 Jahre auf dem Buckel.

„Die Arbeit als Ortswehrleiter ist sehr vielfältig“, sagt Nowotnick. Er muss stets einen Überblick über die Fahrzeugpflege, getätigte Einsätze, Ausbildungsstunden der Kameraden oder die Haushaltsplanung haben. „Dabei habe ich auch stets ein offenes Ohr für die Kameraden“, so Nowotnick.

Regelmäßig trifft sich die Burger Ortswehr mit ihrer Partnerwehr  aus Wörth an der Isar, mit der sie seit drei Jahren befreundet ist. „Gemeinsamen und gegenseitigen Austausch finde ich ebenso wichtig“, erklärt der neue Ortswehrleiter. Er freue sich auf die kommenden Jahre und hofft, dass er die Wehrleitung genauso gut inne hat wie einst sein Vorgänger Michael Kranick.