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| 16:57 Uhr

Hoyerswerda
Die Energiesparer bleiben am Ball

Die Schülerinnen Merle und Elena (vorne) erarbeiten gerade, was zu tun ist, um die Klimabilanz der Schule zu verbessern. Sie sprechen darüber mit Berater Richard Häusler (hinten) und Lehrer Volker Steuer.
Die Schülerinnen Merle und Elena (vorne) erarbeiten gerade, was zu tun ist, um die Klimabilanz der Schule zu verbessern. Sie sprechen darüber mit Berater Richard Häusler (hinten) und Lehrer Volker Steuer. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Die 8a des Foucault-Gymnasiums tüftelt weiterhin daran, den Energieverbrauch ihrer Schule zu senken. Die nächsten Schritte drehen sich auch um einen speziellen Baum. Von Sascha Klein

Heizanlage checken? Abgehakt! Die ist jetzt neu eingestellt und verbraucht nicht mehr als sie muss. Jetzt folgen die nächsten Projekte, um möglichst viel Energie zu sparen. Die 8a des Léon-Foucault-Gymnasiums in Hoyerswerda ist eine von neun Projektschulen der Sächsischen Energieagentur (Saena) und am Mittwoch und Donnerstag voll bei der Sache, um weitere Verbesserungsvorschläge zu machen. In einer Ecke des Klassenraums 1210 sitzen Merle und Elena und benutzen die Suchmaschine „Ecosia“. Ja, und? Ist Suchmaschine nicht gleich Suchmaschine? In diesem Fall nicht: Die Betreiber versprechen, einen Teil der Werbeeinnahmen zu nutzen, um Bäume zu pflanzen. Das bindet Kohlenstoffdioxid und ist generell gut für die Umwelt. Also recherchieren Merle und Elena die Daten ihrer Schule. Das Ergebnis: Das Foucault-Gymnasium produziert pro Jahr 315 Tonnen CO2. Ein Baum absorbiert pro Jahr etwa zehn Kilogramm CO2. Das heißt: Um die Schule klimaneutral zu bekommen, müssten in der Nähe 31 500 Bäume gepflanzt werden.

Da das auf dem Schulgelände und wohl auch in Hoyerswerda nicht funktionieren dürfte, wollen die Schüler erst einmal symbolisch mit einem anfangen, sagt Richard Häusler, der Projektberater der Schüler und Geschäftsführer der Firma Stratum. Im Sommer soll das Baumpflanzen zu einem Energiespar- und Kunstevent werden. Eine Erklärstele dazu ist auch geplant und soll alle Schüler animieren, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, sagt Häusler.

Doch das sachsenweite Energiesparprojekt will mehr. Es soll Schüler dazu bringen, einerseits zu recherchieren, wie ihre Schule weniger Energie verbrauchen kann. Es soll jedoch andererseits auch ein Ansporn sein, sich für Themen zu interessieren und Lust machen, verwertbare Ergebnisse zu bekommen.

Ein verwertbares Ergebnis am Foucault-Gymnasium könnte ein Referenzraum mit LED-Beleuchtung sein. Man sei mit der Stadtverwaltung Hoyerswerda im Gespräch, einen Raum zum nächsten Schuljahr umzurüsten und damit herauszufinden, ob es dort dann zum einen mehr Licht und zum anderen geringere Kosten gibt. Ebenfalls beleuchtet wird dann auch das Thema, ob die Lampen überhaupt an der richtigen Stelle montiert sind. Denn – auch das ist ein Ergebnis der Schüler – nicht an jedem Platz hat jeder Schüler ausreichend Licht. Vor allem in der Ecke gegenüber des Fensters sitzen Schüler derzeit öfter im Dunkeln.