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| 18:21 Uhr

Lausitzer Seenland
Die Schwarze Elster wird immer mehr zum Rinnsal

Die Schwarze Elster führt auch im sächsischen Teil seit Tagen Niedrigwasser. So sind zum Beispiel die Sohlgleiten an der Elster nahe Kortitzmühle ganz deutlich zu sehen.
Die Schwarze Elster führt auch im sächsischen Teil seit Tagen Niedrigwasser. So sind zum Beispiel die Sohlgleiten an der Elster nahe Kortitzmühle ganz deutlich zu sehen. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Die Schwarze Elster ist als Fluss kaum noch zu erkennen. Vielmehr verwandelt sie sich in ein Rinnsal. Von Sascha Klein

Die Schwarze Elster wird wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit von Hoyerswerda in Richtung Senftenberg immer mehr zum Flüsschen. Während etwa an der Bautzener Brücke in Hoyerswerda bei laufender Deichsanierung zu sehen ist, dass die Elster zwar wenig, aber noch etwas Wasser führt, sieht es Richtung Brandenburger Grenze schlechter aus.

Am Donnerstag ist nahe der Kortitzmühle zu sehen, dass nur ganz wenig Wasser über die dortige Sohlgleite fließt. Die großen Steine in der Schwarzen Elster werden nur noch von wenigen Rinnsalen umflossen. Der Pegelstand der Elster bei Neuwiese liegt seit einigen Tagen bei 30 bis 36 Zentimetern. Zum Vergleich: Der mittlere Wert für Niedrigwasser liegt dort laut Sächsischem Umweltministerium bei 44 Zentimetern, der mittlere Normalwert bei 81 Zentimetern.

Weil seit gut zwei Wochen der Abfluss am Pegel Neuwiese unter den Wert von 0,3 Kubikmetern pro Sekunde gefallen ist, sind die Verluste laut Lausitzer und Mitteldeutscher Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) so hoch, dass über die Wehrklappe in Kleinkoschen kein Wasser mehr läuft. Seit 23. Juli ist der Bereich vor dem Wehr Senftenberg trocken. Mit der Stützung aus der Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Rainitza und dem Restloch Sedlitz pumpt die LMBV Wasser in die Schwarze Elster. Als Unterstützung hat die LMBV im ersten Halbjahr 2018 bereits fünf Millionen Kubikmeter Wasser für die Elster bereitgestellt.