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| 18:53 Uhr

Interview mit Dominique Knorr
„Die Burg spricht für sich selbst“

Die in Wittichenau lebende Dominique Knorr arbeitet seit dem 15. März als Eventmanagerin auf der Jakubzburg in Mortka. Die gebürtige Rheinländerin studierte in Dresden Event- und Tourismusmanagement, arbeitete auch schon als Immobilienmaklerin und möchte natürlich in ihrem neuen Job „auch viele kreative Ideen" umsetzen.
Die in Wittichenau lebende Dominique Knorr arbeitet seit dem 15. März als Eventmanagerin auf der Jakubzburg in Mortka. Die gebürtige Rheinländerin studierte in Dresden Event- und Tourismusmanagement, arbeitete auch schon als Immobilienmaklerin und möchte natürlich in ihrem neuen Job „auch viele kreative Ideen" umsetzen. FOTO: Rainer Könen
Dominique Knorr will Besucher mit Charme und Witz durch die alten Gemäuer führen. Von Rainer Könen

Seit Mitte März dieses Jahres ist Dominique Knorr (27) die neue Eventmanagerin der Mortkaer Jakubzburg. Die RUNDSCHAU sprach mit ihr darüber.

Frau Knorr, was macht eine gute Führung durch eine Burg wie die in Mortka aus?

Dominique Knorr Die Besucher sollten persönlich angesprochen und das, was ihnen vermittelt werden soll, mit Charme und Witz rübergebracht werden. Dann wird es auf jeden Fall ein Erlebnis für die Gäste.

Burgführungen gehören mit zu Ihren Aufgaben. Wie verlief die erste für Sie?

Knorr Ich war angespannt, habe mir vieles, was ich noch nicht über die Geschichte der Burg wusste, notiert. Ich muss ja auch auf Nachfragen reagieren können. Was mich richtig gefreut hat, war, dass meine Premierenführung gut ankam.

Als Eventmanagerin müssen Sie auch dafür sorgen, dass die Jakubzburg überregional bekannt wird? Gibt es viel Nachholbedarf?

Knorr Oh ja. Ich staune, dass sogar viele meiner Freunde, die in der Region leben, gar nicht wissen, was wir hier für ein Schmuckstück haben. Das ist für mich immer wieder ein Ansporn, unsere Burg ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, im In- wie auch im Ausland. Ich sorge über die sozialen Medien, vor allem via Instagram dafür, dass wir international auf uns aufmerksam machen.

Dafür braucht es aber auch Veranstaltungen, die neugierig machen, die anlocken. In dieser Saison, die bei Ihnen von Ostern bis Oktober geht, gibt es wieder einen interessanten Mix aus Seilschaft-Treffen, Landesbühnentheater, Klassikkonzert und Tanzaufführung.

Knorr Bitte vergessen Sie nicht noch einen anderen, einen ganz besonderen Höhepunkt: Wir eröffnen am 20. Oktober dieses Jahres mit einem Burgball unseren großen Festsaal, der bis zu 250 Gästen Platz bietet. Das wird eine opulente Veranstaltung.

Das diesjährige Programm wurde von Ihrer Vorgängerin und dem Burgherrn, Dr. André Jakubetz, zusammengestellt. Gibt es bestimmte Kriterien, die Künstler, Theatergruppen oder Musiker erfüllen müssen, damit sie hier gastieren können?

Knorr Schauen Sie, die Landesbühnen-Aufführung „Zorro“, die wir vom 6. bis 8. September zeigen, passt vom ganzen Ambiente definitiv hierher.
Oder im vorigen Jahr das Stück „Der Glöckner von Notre Dame“, mit Tom Pauls in der Hauptrolle, passte wunderbar zu dieser  Burgkulisse. Wir überlegen, ob wir nicht dauerhaft ein Mittelalterspektakel installieren sollten. Auf moderne Stücke verzichten wir bewusst, um das Flair der Burg zu erhalten.

Sie planen bereits für das kommende Jahr, können Sie vielleicht verraten, was Sie da vorhaben?

Knorr Es wird wieder eine Aufführung der Landesbühnen geben. Ein großer Traum vom Burgherrn ist das Stück „Carmina Burana“, aufgeführt von einem riesigen Orchester. Mehr wollen wir nicht erzählen, ist ja noch vieles offen.

Sie haben bestimmt auch Ihre Vorstellungen, wen oder was Sie gerne nach Mortka holen würden?

Knorr In der Burg könnten beispielsweise historische Filme gezeigt werden, so eine Art Open-Air-Kino. Und klar, träumen ist ja  erlaubt: Als großer Fan der Fantasy-Fernsehserie „Game of Thrones“ wäre es eine Riesengeschichte, wenn wir einige der bekanntesten Schauspieler dieser Serie hierher bekämen. Zumal die Burg auch als attraktive Kulisse für Filme und Serien dieses Genres gut passen würde.

Viele Veranstaltungen haben Sie in diesem Jahr aber nicht?

Knorr  Stimmt. Aber denken Sie nicht, dass wir in der Zwischenzeit Däumchen drehen. Hier werden Hochzeiten gefeiert, Firmenjubiläen begangen, unsere Ferienwohnungen auf der Burg sind permanent ausgebucht, es gibt genug zu tun. Aber Außenstehende bekommen davon nichts mit. Und dann sind da ja noch die Burgführungen…

… die von Ihnen oder Dr. Jakubetz geleitet werden.

Knorr Richtig. Das liebe ich an dieser Arbeit, die Abwechslung, den Gästen von diesem bemerkenswerten Bauwerk erzählen zu können; was ich aber eigentlich nicht bräuchte, denn diese Burg spricht ja für sich selbst.

Mit Dominique Knorr sprach Rainer Könen.