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| 17:01 Uhr

Augenbrauentrend
Schwungvolle Natürlichkeit

Back to nature: Der neue Augenbrauentrend geht zurück zum Natürlichen. Dabei darf die Augenbraue durchaus markant sein, muss aber zum Typ passen. Dünne schwarze Linien sind mehr als out. Hoyerswerdas In-Friseur, der Haarschneider, eröffnete nun die erste Brow Bar der Region.
Back to nature: Der neue Augenbrauentrend geht zurück zum Natürlichen. Dabei darf die Augenbraue durchaus markant sein, muss aber zum Typ passen. Dünne schwarze Linien sind mehr als out. Hoyerswerdas In-Friseur, der Haarschneider, eröffnete nun die erste Brow Bar der Region. FOTO: Anja Hummel / LR
Hoyerswerda. Der neueste Augenbrauen-Trend: markant und sexy, aber natürlich. In Hoyerswerdas erster „Brow Bar“ bekommen Damen den perfekten typgerechten Brauen-Schwung verpasst. Von Anja Hummel

Der Anblick erinnert ein wenig an einen OP-Tisch: Rasierklinge, beleuchtete Lupenbrille, Pinzette, Pinsel, Watte, Handtuch. Alles liegt bereit, der „Patientenstuhl“ ist ausgeleuchtet. Das Verschönerungsritual im Gesicht kann beginnen. Gleich geht es meinen Augenbrauen „an die Haare“. Lisa Weizel vom Haarschneider-Team legt los. Sie ist eine der neuen „Brauen-Expertinnen“ im Hoyerswerdaer Friseursalon. Denn ab sofort werden den Kundinnen hier nicht nur schöne Haare, sondern auch „schöne Augen“ gemacht. Ganz ohne Schmerzen, wie Lisa verspricht.

„Wie so oft in der Schönheitsbranche kommt der Trend aus den USA“, sagt Chef Heiko Schneider. Beim „Augenbrauenritual“ sollen die Haare typgerecht in Szene gesetzt werden. Mit Vermessung, Färben, Zupfen. „Viele Leute unterschätzen Hoyerswerda. Die Menschen hier wollen aber auch schöne Dienstleistungen in Anspruch nehmen“, so Schneider. Die große Nachfrage am Eröffnungstag gibt ihm recht. Mehr als 50 Frauen sind im Hoyerswerdaer Salon, um sich das „Ritual“ in der ersten „Brow Bar“ der Region anzuschauen.

Die notwendigen „Instrumente“ für das „Augenlifting“ ohne Schmerzen.
Die notwendigen „Instrumente“ für das „Augenlifting“ ohne Schmerzen. FOTO: Anja Hummel / LR

Es kann losgehen. Lisa Weizel greift zu einem simplen dünnen Holzstab. „Damit messe ich die Proportionen“, erklärt die 27-Jährige. Sie legt den Stab gerade an meinen Nasenflügel an. Dort, wo er oben „ankommt“, sollte meine Braue beginnen. Außerdem gilt die „Zwei-Drittel-Regel“. Dort muss sich nachher der höchste Punkt der Braue befinden. Danach wird gewachst, gezupft und rasiert. Der Wachs fürs Grobe, Rasierklinge und Pinzette fürs Präzise. Ich bin auf einem guten Weg zur Augenbrauen-Trendsetterin. Aber was genau ist eigentlich der Trend? Geschwungen? Buschig? Schmal? „Markant und trotzdem sexy“, sagt Top-Stylistin Lisa Weizel. So, wie es die taffen Frauen von heute eben seien. Eine ausdrucksstarke, aber typgerechte Augenbraue betone das, was eigentlich schon da ist nur noch ein klein wenig mehr. „Jeder bemerkt, dass man besser aussieht, aber keiner weiß so richtig, warum“, erklärt Lisa Weizel den Effekt.

Im Trend sind also weder ganz dünne, noch total wilde Brauen — zurück zur Natürlichkeit, das ist hip. Ganz so weit sind meine Brauen noch nicht. Zugegebenermaßen: ein wenig brennt es über den Augen, dem Wachs sei Dank.  Top-Stylistin Lisa ist längst einen Schritt weiter. Mit dem Pinsel pudert sie die Härchen. „Ich habe den helleren Ton ausgewählt, deiner Haarfarbe angepasst“, sagt die Augenbrauen-Expertin. Wer länger was vom Effekt haben möchte, lässt sich die Brauen färben. Präzise wird nun meine neue trendige Form mit dem Pinsel „hervorgemalt“. Während die anderen Damen schon lächelnd meine obere Gesichtspartie betrachten, höre ich Wortfetzen wie „ganz andere Frau“ und „hätte ich nicht gedacht“. Dann darf ich endlich in den Spiegel blicken. Markant, aber typgerecht. Ausdrucksstark, aber natürlich. Ich bin tatsächlich vollkommen überrascht, wie sehr die optimierte Augenbraue mein Gesicht verändert. Größere Augen, schmaleres Gesicht — all das in gerade mal 20 Minuten.

Dank beleuchteter Lupenbrille bleiben sogar die kleinsten Härchen nicht unentdeckt.
Dank beleuchteter Lupenbrille bleiben sogar die kleinsten Härchen nicht unentdeckt. FOTO: Anja Hummel / LR

„Was man mit diesem bisschen Zupfen und Färben erzielt, ist schon erstaunlich“, sagt Ramona aus Hoyerswerda. Auch Karoline Grabow schaut sich das neue „Ritual“ an. „Bei der Kosmetik wirken die Brauen meistens so aufgemalt, wie eine Maske. Das hier ist wirklich ein schöner natürlicher Trend“, ist die 50-Jährige begeistert. „Wo gibt’s das sonst hier in der Umgebung?“, fragt Rita Hausmann und freut sich schon auf ihren anstehenden Termin. So wie ihr, wird das Haarschneider-Team wohl künftig noch vielen Damen „schönere Augen machen“ — ohne OP versteht sich. Und trotzdem mit Wow-Effekt.

Rundschau-Redakteurin Anja Hummel ist halb im Trend: Während links die Augenbraue den neuesten Trends - natürlich und dennoch markant - entspricht, ist die rechte Seite komplett "unbearbeitet".
Rundschau-Redakteurin Anja Hummel ist halb im Trend: Während links die Augenbraue den neuesten Trends - natürlich und dennoch markant - entspricht, ist die rechte Seite komplett "unbearbeitet". FOTO: Anja Hummel / LR