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Dickes Aufgabenbuch für Bergbausanierer in Spreetal

Burgneudorf. Die LMBV gibt einen aktuellen Überblick über das Geschehen in der Gemeinde aus ihrer Sicht. Eines wurde klar: Das Aufgabenbuch für die Bergbausanierer ist dick. ang1

Die Gemeinde Spreetal hat sich zu der jüngsten Gemeinderatssitzung Vertreter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) eingeladen gehabt. Die Ratsrunde wollte darüber informiert werden, welche Vorhaben aktuell realisiert werden. Sie wollte Fragen stelle und Hinweise geben. Auch einige Bürger hat die Thematik in die jüngste Ratssitzung gezogen.

Spreetaler See

Wie Karsten Handro von der LMBV erklärt, sind aktuell nach der äußeren Erschließung des Spreetaler Sees mit seinen neuen Zuwegungen auch eine Beleuchtungsanlage und die Elektroversorgung für die künftige Schiffsanlegestelle beantragt worden. Die LBMV warte auf einen Zuwendungsbescheid. Gemeinderat Matthias Müller fragte nach, ob auch Parkautomaten für den Parkplatz vorgesehen sind und mit beantragt wurden. Dies verneinte Handro, da diese nicht förderbar seien.

Indessen sorgte auch der gesperrte Radweg nahe der B 97 für Unmut bei Bürgern und Räten. Wie Handro erläuterte, bleibe der Radweg weiterhin im Ergebnis eines geotechnischen Gutachtens gesperrt. Das Unverständnis bei den Räten und Bürgern bleibt, da auf der nahe gelegenen Bundesstraße 40-Tonner fahren dürfen. Ein Bürger gab den Hinweis an die Gemeinde in das geotechnische Gutachten Einsicht zu nehmen. Handro versicherte, dass die LMBV für das Problem bereits Lösungen sucht, diese jedoch noch mehr Zeit benötigen.

Auch zum aktuellen Stand des Antrages zur Zwischennutzung des Spreetaler Sees wurde nachgefragt. Hier konnte Handro eine positive Antwort geben: "Der Antrag befindet sich in der juristischen Endabstimmung. Wahrscheinlich wird es eine saisonale Zwischennutzung geben können", so Handro.

Bernsteinsee

Wie Karsten Handro erläuterte, finden im Bernsteinsee weiterhin Nachsorgebehandlungen mittels Kalkzuführung statt. Für eine stationäre Behandlung mit einer schwimmenden Bekalkungsanlage fehlt noch die Genehmigung. Den Gemeinderat interessierte es sehr, wann der Wasserkörper endlich stabil sei. Handro versicherte, dass die Gemeinde dazu eine Aussage erhalten werde.

Zudem wurde von den Räten die Frage der Zwischennutzung angesprochen. Denn es sollen schon Badegäste gesichtet worden sein, obwohl es dafür für den See bisher keine amtliche Genehmigung gibt. Handro sagte daraufhin, dass für solch eine Zwischennutzung zunächst stets die geotechnische Bewertung stattfinden muss.

Scheibesee

Am Scheibesee sind laut Karsten Handro Kliffbildungszonen entstanden, die die LMBV nun sichert. Auch für die permanente Überleitung ist der Ausbau des Freigrabens in Burg vorgesehen. Das Wasser aus dem Scheibesee soll künftig südwestlich des Bernsteinsees über ein neues Verteilerbauwerk in die Kleine Spree eingeleitet werden.

Ausbau der Kleinen Spree

Handro zufolge befindet sich der geplante Ausbau der Kleinen Spree immer noch in der behördlichen Genehmigung. Vorgesehen ist unter anderem, den Fluss zwischen Burghammer und Spreewitz auf 5,4 Kilometern Länge so auszubaggern, dass er mehr Wasser fassen kann.

Mobile Wasserbehandlungsanlage in Burgneudorf

Der Bau der mobilen Wasserbehandlungsanlage in Burgneudorf befindet sich im Zeitplan. Handro erklärte die Funktionsweise der Anlage und berichtete, dass solche Anlagen auch für 2018 in Neustadt/Spree und für 2019 an der Ruhlmühle geplant sind.

Industriepark Schwarze Pumpe

Mit dem Bodenaustausch in Schwarze Pumpe ist man indessen soweit, dass eine vakuumthermische Reinigungsanlage errichtet und betrieben werden soll, die den belasteten Boden in diesem Gebiet reinigt.

Absenkungen von Straßen in Zerre

Ortsvorsteher Werner Reeb beklagte Absenkungen von Straßenzügen in Zerre zum Beispiel bei der Straße zum Friedhof oder größeren Flächen. Er bat die LMBV darum gemeinsam mit der Gemeinde nach den Ursachen zu forschen. Bürgermeister Manfred Heine wies darauf hin, dass Absenkungen auch in anderen Ortsteilen wie Neustadt oder Burgneudorf sichtbar seien.

Nach den Ausführungen von Karsten Handro und den Hinweisen aus dem Gemeinderat wurde sichtbar: Der Aufgabenkatalog für die LMBV wächst weiter. Das Erbe des Braunkohletagebaus in der Lausitz ist weiterhin eine gewaltige Zukunftsaufgabe.