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| 11:01 Uhr

Deutscher Zootag in Hoyerswerda
Wenn Besucher Emu-Dame Hilde anfassen dürfen

 Lisa Siegemund (l.), die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo absolviert, beaufsichtigt den Stand, an dem Kinder Pappmachetiere bemalen.
Lisa Siegemund (l.), die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo absolviert, beaufsichtigt den Stand, an dem Kinder Pappmachetiere bemalen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Streicheln, füttern, malen: Am Deutschen Zootag hat der Zoo Hoyerswerda viele tolle Angebote präsentiert. Von Katrin Demczenko

Der Zoo Hoyerswerda hat sich am Sonntag zum wiederholten Mal am Deutschen Zootag beteiligt und für seine vielen Besucher einige Aktionen vorbereitet. Hundetrainer Torsten Kurz beriet Gäste, was sie mit ihrem Vierbeiner im Zoo beachten müssen. Mitarbeiter der Einrichtung stellten das Huftier- sowie das Vogelrevier vor und die jungen Mitglieder der neuen Zoo-AG erklärten, was sie seit August mit der Zooschulleiterin Silke Kühn tun.

Alle zwei Wochen und an einem Samstag jeden Monat treffen sich die acht Kinder der Arbeitsgemeinschaft, um für verschiedene Zootiere nützliche Gegenstände und Spielzeuge zu bauen. Die AG-Mitglieder bastelten mit Besucherkindern kleine Ohrenkriecher-Hotels. Plastikbecher wurden am Boden durchbohrt, locker mit Heu gefüllt und kopfüber aufgehängt. Das Heu fällt nicht heraus, weil es von zwei quer an der Öffnung des Bechers befestigten Holzstäbchen daran gehindert wird, erklärte Nils beim Basteln. „Ohrenkriecher fressen im Garten Blattläuse“, gab der Grundschüler in der AG erfahrenes Wissen weiter. Um im Winter möglichst viele Nistkästen bauen zu können, in denen Vögel ihre Jungen aufziehen, boten die AG-Kinder ihre Ohrenkriecher-Hotels interessierten Besuchern gegen eine Spende an. „Die Bausätze sind recht teuer, das ist eine gute Idee“, freute sich Silke Kühn.

Sie hatte Besucher auch zu einer Futterführung mitgenommen, die zu den beiden Braunbärenbrüdern, den Ouessant-Schafen und zur Emu-Dame Hilde führte. Die kleinsten Schafe der Welt sowie den Emu, eine Handaufzucht, durften Groß und Klein streicheln und füttern. Dem Laufvogel auf der flachen Hand Rosinen zu geben, war für so manches Kind ein besonderes Erlebnis.

Die angehende Zootierpflegerin Nora Mehnert und Lisa Siegemund, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo absolviert, gaben Interessenten Einblick in ihre Tätigkeiten, während an ihrem Stand Kinder kleine Tiere aus Pappmaché bunt anmalten. Lisa Siegemund aus Weißwasser kennt schon den Umgang mit Haus- und Stalltieren und will nun lernen, mit exotischen Tieren umzugehen. Sie möchte Tierärztin werden und da kann ihr im Zoo erworbenes Grundwissen nur helfen, sagte das Mädchen. Nora Mehnert aus dem Erzgebirge lernt in Hoyerswerda ihren Traumberuf Zootierpflegerin im zweiten Jahr und darf schon allein in den Gehegen der Kaninchen, Kängurus oder Fasane arbeiten. Natürlich muss sie täglich ausmisten, aber das Füttern und die Nähe zu den Tieren machen diese Anstrengung wieder wett.

Das tolle Wetter und ein von Freunden geschenkter Gutschein hatten Familie Brucke aus Groß Särchen in den Zoo gelockt. Die Angebote zum Deutschen Zootag waren ihr eine willkommene Zugabe.

 Lisa Siegemund (l.), die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo absolviert, beaufsichtigt den Stand, an dem Kinder Pappmachetiere bemalen.
Lisa Siegemund (l.), die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo absolviert, beaufsichtigt den Stand, an dem Kinder Pappmachetiere bemalen. FOTO: Katrin Demczenko