"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufen Umbaumaßnahmen am Anbau der ehemaligen Mittelschule in Klitten", berichtete Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) im Gemeinderat in dieser Woche.

Während sich im Großteil des Gebäudes die Deutsche Bahn und diverse Bauunternehmen eingerichtet haben, entsteht im Anbau ein Ortschaftsratsbüro samt Toilette und einem kleinen Sitzungsraum. Dort könne der Ortschaftsrat um dessen Vorsteherin Annemarie Bahlo Sitzungen abhalten und mit Bürgern ins Gespräch kommen, informierte Boxbergs Hauptamtsleiter Arian Leffs auf Nachfrage.

Ins Rollen gekommen sind die Baumaßnahmen in der jahrelang ungenutzten Schule vor allem durch den Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Knappenrode und Horka. Die Niederschlesische Magistrale zählt als eines der umfangreichsten Bahnprojekte in ganz Ostdeutschland und soll insgesamt etwa 520 Millionen Euro kosten. Die Strecke wird bis Ende 2018 abschnittsweise zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Für den Schutz von Natur und Landschaft sind in dem Streckenabschnitt umfangreiche Maßnahmen vorgesehen. Der Neubau zwischen Lohsa und Niesky soll dann im Juni 2016 starten. "Für uns liegt Klitten strategisch sehr günstig", erläutert Projektleiterin Jana Kurz von der DB Netz AG. Gegenwärtig befindet sich der Bau der Niederschlesischen Magistrale im Planungsabschnitt zwei zwischen Lohsa und Niesky. Und Klitten liegt dabei genau zwischen den beiden Orten und hätte für die beteiligten Bauunternehmen und Planer kurze Wege zur Folge. "Wir haben deshalb das Gebäude der Gemeinde Boxberg angemietet und errichten dort unsere Bauüberwachungszentrale", erklärt Jana Kurz. Für die gesamte Bauphase hat die Bahn die Räumlichkeiten angemietet und gegenwärtig einen Mietvertrag, wie das Boxberger Bauamt bestätigte, bis zum 31. Dezember 2018. Weil das Gebäude jedoch nicht genügend Platz bietet, sind auf dem Hof zusätzliche Container aufgestellt worden, in denen noch weitere Büros und Sitzungsräume den Unternehmen durch die Deutsche Bahn zur Verfügung gestellt wurden. In der ehemaligen Schule sollen nicht nur Bahnmitarbeiter und Bauunternehmer zur Planung unterkommen, sondern auch den Bürgern ein Anlaufpunkt geboten werden. "Wir wollen in der Schule auch für die Bürger zur Verfügung stehen", klärt Jana Kurz auf. Bei Fragen oder Problemen könnten sie sich entweder direkt an die Mitarbeiter vor Ort oder aber über einen Briefkasten an das Unternehmen wenden, hieß es vonseiten der Bahn.

Boxbergs Bürgermeister Achim Junker informierte in diesem Zusammenhang auch über den Bauabschluss der Pflasterarbeiten am Kulturhaus in Drehna. Dort hatte die Gemeinde aufgrund einer Verlegung einer Abwasserleitung das Pflaster öffnen und einen Graben ziehen müssen.