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| 16:20 Uhr

Johanneum Hoyerswerda
Erstmals russischer Besuch am Johanneum in Hoyerswerda

Granz traditionell mit Brot und Salz sind die Schüler aus St. Petersburg im Johanneum begrüßt worden.
Granz traditionell mit Brot und Salz sind die Schüler aus St. Petersburg im Johanneum begrüßt worden. FOTO: Schulträgerverein Johanneum
Hoyerswerda. Schüler aus St. Petersburg lernen die Lausitz kennen. Der Gegenbesuch ist für nächstes Jahr geplant.

Am Johanneum in Hoyerswerda ist jetzt Besuch aus Russland empfangen worden. Die Schulpartnerschaft zwischen der Christlichen Schule Johanneum und dem Gymnasium 528 in St. Petersburg findet zum ersten Mal statt. „Somit wollen wir einen neuen Partner für unser Schulleben gewinnen“, informiert dazu Ivana Burghardt, die den Schüleraustausch organisiert hat und am Johanneum Russisch unterrichtet. Bei diesem Zusammentreffen in dieser Woche werden nicht nur das Kennenlernen der Region und die Festigung der deutsch-russischen Beziehungen eine Rolle spielen, sondern auch das Zusammenwachsen der jungen Generationen beider Länder. Gleichzeitig sollen die Kontakte zwischen den Schülern und Gymnasien vertieft werden und somit dieser Begegnung eine Chance geben, eine gute Tradition werden zu lassen.

Wie begann alles? Im Oktober 2017 fand die erste Sprachreise der Hoy­erswerdaer Schule mit dem Ziel Russische Föderation, St. Petersburg statt. „Dort knüpften wir Kontakte mit dem Gymnasium 528. Dabei entstand bei intensiven Gesprächen zwischen den deutschen und russischen Lehrerkolleginnen beiderseits das Interesse an einer Schülerbegegnung, die im Schuljahr 2018/2019 realisiert wird“, so Ivana Burghardt. Deren erster Teil findet nun in Hoyerswerda statt und steht unter dem Motto: „Auf den Spuren der slawischen Völker – die Slawen“.

Im Laufe der Woche wird den russischen Schülern eine breite Palette in Hinsicht auf geschichtliche regionale Ereignisse, das Kennenlernen der Sprache und der slawischen Kultur, das Leben der Sorben in der Lausitz und der gegenseitigen Wertschätzung geboten. Dazu wurde ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, welches Einblick in die Vergangenheit und Zukunft der Region gibt.

Hierbei geht es um die Vertiefung der Deutschkenntnisse der russischen Gäste mit einem vielfältigen Angebot an Vorträgen und Diskussionen sowie Gesprächen in den Gastfamilien sowie im Schulalltag. Außerdem soll den Schülern die Kultur insbesondere der Lausitz nahegebracht werden.

Auf dem Programm stehen Besuche des Tagebaus Welzow, Bautzens, der Krabatmühle in Schwarzkollm und Dresdens. Am Johanneum nehmen die jungen Besucher auch am Unterricht teilt, etwa in den Fächern Deutsch, Englisch, Chemie und Biologie.

Die russischen Gäste wohnen hier bei Familien. Auch auf diese Art und Weise wird die sprachliche Kompetenz aller Beteiligten vertieft, so Ivana Burghardt. Die Gäste lernen deutsche Lebensgewohnheiten und den Alltag in hiesigen Familien näher kennen.

Im Frühjahr 2019 wird dann der zweite Teil der Begegnung stattfinden, bei dem die deutschen Schüler ihre Kenntnisse über die deutsch-russische Geschichte vertiefen, die Sprachkenntnisse unter Beweis setzen können und das kulturelle und architektonische Russland erleben werden.

Die Begegnung wurde durch die Förderung der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) Bautzen und dem Förderkreis Johanneum ermöglicht.

Die russischen Gäste bei ihrer Ankunft in Berlin.
Die russischen Gäste bei ihrer Ankunft in Berlin. FOTO: Schulträgerverein Johanneum
Am Montag wurde eine Stadtrallye quer durch Hoyerswerda veranstaltet. Die führte unter anderem auch zur Postsäule auf dem Markt in der Altstadt.
Am Montag wurde eine Stadtrallye quer durch Hoyerswerda veranstaltet. Die führte unter anderem auch zur Postsäule auf dem Markt in der Altstadt. FOTO: Schulträgerverein Johanneum